Mit Aushub begonnen

Am Dethlinger Teich wird zunächst die Deckschicht geöffnet

Mit Aushub begonnen

Der Landkreis Heidekreis hat mitgeteilt, dass am 27. September im Rahmen der Arbeiten am Dethlinger Teich mit dem Aushub der 1952 aufgebrachten Deckschicht aus Betonschutt und Boden begonnen wurde. C-Feuerwerker hätten das Material gesichtet und sortiert.

„Diese Schicht ist aufgrund der geophysikalischen Untersuchungen mutmaßlich munitionsfrei, sodass mit dem ersten Munitionsfund Anfang Oktober 2019 gerechnet wird“, so ein Landkreis-Sprecher. Über das Instagram-Profil „dethlinger_teich“ ist der Heidekreis seit dem 25. September aktiv und gibt einen Einblick in die Arbeiten vor Ort.

Das ehemalige Gewässer birgt ein unseliges Erbe: Seit 1942 wurde dort zunächst durch chemische Kampfstoffe kontaminiertes Reinigungswasser deponiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg versenkten die Briten einen Teil der in Munster vorgefundenen Kampfstoffmunition. Eine „Entsorgungspraxis“, die der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei Hannover fortsetzte, bis der Dethlinger Teich 1952 mit einer zwei bis drei Meter dicken Bauschuttschicht abgedeckt wurde. Über die versenkten Stoffe gibt es lediglich eine Zusammenfassung nach Zeitzeugenaussagen von 1979 (HK berichtete).

Schon jetzt ist das Grundwasser belastet, schlimme Spätfolgen sind zu befürchten. Daher soll der Dethlinger Teich an einer kleinen Stelle geöffnet werden; dies soll Erkenntnisse für eine spätere Sanierung bringen.

Die ersten Tage der Arbeiten waren, so der Landkreis Heidekreis, planmäßig für die Einarbeitung der Beteiligten einschließlich weiterer Rettungsübungen vorgesehen.

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