Mit „Leo“ in den Ruhestand gerattert

Feierlicher Appell in Munster: Oberst Jesko Peldszus übergibt die Gruppe Lehre/Ausbildung - Verdiente Soldaten in den Ruhestand verabschiedet

Mit „Leo“ in den Ruhestand gerattert

Der Leiter des Bereichs Zentrale Aufgaben und stellvertretender Kommandeur der Panzertruppenschule, Oberst Jesko Peldszus, leitete am 14. September einen feierlichen Appell in Munster, in dessen Rahmen die Gruppe Lehre/Ausbildung formell übergeben wurde. Anschließend versetzte Oberst Peldszus fünf verdiente Soldaten in den Ruhestand.

Neben den Kommandeur der Panzertruppenschule, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, begrüßte Oberst Peldszus einige zivile und militärische Gäste. Die Familienangehörigen hatten teils sehr lange Wege auf sich genommen. Die weiteste Anreise hatten die Eltern von Oberstleutnant Matthias Kalfhaus, die rund 450 Kilometer von Annaberg-Buchholz nach Munster zurückgelgt hatten.

Oberst Peldszus würdigte zunächst das engegement und den Einsatz der ihm unterstellten Frauen und Männer: „Mit hoher Arbeitskraft und persönlichem Engagement wird der Ausbildungsbetrieb an der Panzertruppenschule erst durch den Bereich Zentrale Aufgaben ermöglicht.“ Besonders hob der Oberst die Unterstützung beim Betrieb der Impfstelle Munster hervor und ließ die Zahlen für sich sprechen. In knapp fünf Monaten seien circa 12.000 Impfdosen verabreicht worden, 2.000 davon auch an zivile Empfänger. „Mit einer Impfquote von mehr als 90 Prozent sind Sie und ist die Bundeswehr ein gutes Vorbild für das gemeinschaftliche Einstehen im Kampf gegen Corona, weiter so“, ermutigte der Oberst.

Die Gruppe Lehre/Ausbildung ermögliche mit ihrer Arbeit die Ausbildung und setze die Rahmenbedingungen unter tatkräftigem Anpacken auch durch den Leiter der Gruppe. „Ganz besonders hervorheben möchte ich, dass Sie immer den Spagat zwischen Anspruch, vielleicht sogar Idealzustand, dem einfach Erreichbaren und dem dazwischenliegenden Machbaren, deutlich angesprochen und, das ist mir sehr wichtig, konstruktiv jeden Aspekt beleuchtet und somit valide Handlungsempfehlungen ausgesprochen haben“, leitetete Peldszus die Übergabe von Oberstleutnant Volker Götz an Oberstleutnant Peter-Georg Babik ein.

Oberstleutnant Babik trat 1984 in die Nationale Volksarmee als Soldat ein und wurde 1991 als Offizier in die Bundeswehr übernommen. Zuletzt war er für das Ausbildungskommando in Leipzig tätig und dort bereits für die Panzertruppenschule fachlich verantwortlich. Hatte Oberstleutnant Götz gerade zuvor noch sein Kommando übergeben, wurde er nun als Erster von fünf Soldaten, nach mehr als 41 Soldatenjahren, in den Ruhestand versetzt. „Herr Oberstleutnant Götz, Sie haben eine echte Ausbilderlebensleistung hinter sich, sei es in der Umsetzung als auch in der Planung und Steuerung. Sie waren dabei immer konstruktiv, sehr realitätsbezogen und pragmatisch. Vielen Dank für diese Arbeit an der Basis der Ausbildung“, verabschiedete ihn Oberst Peldszus.

Mit Oberstleutnant Wolf-Dieter Kanold wurde nach 42 Dienstjahren der zweite Stabsoffizier in den Ruhestand versetzt. Kanolds Dienstzeit begann 1979 nicht in der Bundeswehr, sondern in der Nationalen Volksarmee. Prägend war auch für Kanold daher die Gestaltung des Übergangs in eine gemeinsame Armee. Im August 1980 begann auch für Oberstleutnant Matthias Kalfhaus in der damaligen Nationalen Volksarmee sein Berufsweg als Soldat. Für Kalfhaus sei die Zeit als stellvertretender Kommandeur des Offizieranwärter-Bataillons in Munster eine der erfüllendsten Zeiten gewesen, sprach Oberst Peldszus an.

Ein sehr erfahrener Feldwebel wurde mit Oberstabsfeldwebel Olaf Erdwiens in den Ruhestand versetzt. Erdwiens trat 1987 der Bundeswehr bei und durchlief als „Panzermann“ zahlreiche Verwendungen in Oldenburg, Cuxhaven, Celle und Munster. Dabei hatte er im Panzerlehrbataillon 93 einige Jahre sowohl an der Seite des Kommandeurs der Panzertruppenschule als auch von Oberst Peldszus gedient. Auch Stabsfeldwebel Harald Exler begann im Jahr 1987 seine Dienstzeit bei der Bundeswehr. Bereits 1994 wechselte Exler in die Ausbildung nach Munster und ist dem größten Heeresstandort bis heute treu geblieben. „Absolut beeindruckend ist für mich Ihre hohe Expertise im Bereich Stabsarbeit, die auf einem festen Fundament soldatischer Tugenden ruht, die Sie bis heute jedermann gegenüber vertreten und vor allem vorleben“, lobte Oberst Peldszus den scheidendem Stabsfeldwebel.

Es folgte als musikalische Untermalung die „Munsteraner Hymne“ - das Lili-Marleen-Lied. Nach dem Verlesen der Entlassungsurkunden ertönte die Nationalhymne. Im Anschluss konnten die ausscheidenden Soldaten in guter Tradition von Gefechtsfahrzeugen ihrer Truppengattungen Abschied nehmen.

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