Musikzug im neuen Domizil

Umbau: Bürgergilde Munster richtet Räumlichkeiten ein

Musikzug im neuen Domizil

„Als im Februar 2019 die Kündigung kam, brach eine Welt zusammen“, erinnert sich Maike Henseleit. Für die damalige Vorsitzende des Musikzugs Munster war es ein Schock, nach rund zwei Jahrzehnten aus dem Vereinsheim ausziehen zu müssen, hatte sich der Musikzug doch seit 2001 die Räumlichkeiten am Bickbeerbusch stufenweise immer weiter ausgebaut. Doch die dortige DRK-Kindertagesstätte brauchte den Platz für die Einrichtung eines Bewegungsraums und die Schaffung neuer Kapazitäten. Aber nun hat der Musikzug ein neues Domizil: Die Bürgergilde Munster hat ihren alten Luftgewehrstand umgebaut, die Anlage an anderer Stelle untergebracht und für den Musikzug auf 110 Quadratmetern einen neuen Übungsraum eingerichtet.

„Als der Musikzug damals im Bickbeerbusch eingezogen ist, gab es solche Konzepte wie einen Bewegungsraum für die Kita noch gar nicht“, so Christina Fleckenstein. Und es sei natürlich schade, dass es nicht geklappt habe, dort beide Einrichtungen unter einem Dach zu lassen - „dafür ist es jetzt umso schöner, dass wir nun diese Lösung gefunden haben“, freut sich Munsters Bürgermeisterin.

Das ist auch ein Verdienst von Marco Tews. Denn der erste Gildeherr hatte dem Musikzug nach ersten Anfragen schon signalisieren können: „Platz ist genug.“ Und in dem Gebäudekomplex auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Areal des Schützenplatzes habe ohnehin ein Umbau angestanden: „Mehr als 500 Arbeitsstunden haben die Ehrenamtlichen investiert. Und trotz Corona und bei Einhaltung aller Sicherheits- und Abstandsregeln sind wir Anfang März fertig geworden.“ Jedenfalls fast - ein paar kleine Arbeiten stünden noch an, aber das Dach sei nun isoliert, Fenster und Elektrik neu. So konnten Tews und die heutige Vorsitzende des Musikzugs, Franziska Grönke, in der vergangenen den Mietvertrag unterschreiben und die Schlüssel übergeben. „Wir freuen uns sehr, dass die Bürgergilde uns aufgenommen hat“, so Grönke.

Der Luftgewehrstand werde jetzt im zweiten Bauabschnitt Teil der Schießanlage im Nebengebäude - und dort werde alles digital und modern, freut sich Tews. „Außerdem gab es dafür noch einen Zuschuss vom Land Niedersachen in Höhe von 9.600 Euro.“

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