25 Jahre lang hat die Aktionsgemeinschaft Munster (AGM) die Reihe „Music in the City“ begleitet und geprägt und damit ein Format geschaffen, das für Begegnungen an stimmungsvollen Sommerabenden bei mitreißender Livemusik steht. Jetzt übergibt der Gewerbeverein der Örtzestadt den Staffelstab an einen neuen Veranstalter – und der kommt aus dem Nachbarort Faßberg: Mathias Beermann übernimmt die Organisation des Konzeptes, das mit neuem Namen durchstarten soll: „Rock in the City“ heißt das Nachfolgeformat. Das neue Kapitel eröffnet Daniel Fernholz: Der Singer-Songwriter steht am 29. Juli auf der Munsteraner Marktplatz-Bühne. Der Abend beginnt um 18 Uhr.
Als „Music in the City“ einst an den Start ging, sollte die Reihe mehr bieten als „nur“ Konzerte und gesellige Runden unter freiem Himmel. Vielmehr war das Ziel der AGM, nicht allein den Musikern eine Bühne zu bieten, sondern auch den Mitgliedsbetrieben des Gewerbevereins: So sollten bei den Veranstaltungen Händler und Unternehmen eine Plattform bekommen, um sich und verschiedene Angebote präsentieren und Kontakte knüpfen zu können. „Leider hat das nicht in dem Umfang funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten“, blickt AGM-Vorstandsmitglied Hermann Hillenkötter auf die Entwicklung der Reihe zurück. Die war dennoch ein Erfolg und hat sich über die Jahrzehnte zu einem festen Treffpunkt für Musikfreunde und Gäste aus der Region entwickelt.
Allerdings war die Umsetzung der Abende auch immer mit einem hohen Aufwand verbunden – und der lastete in letzter Zeit auf immer weniger Schultern: „Wir haben vor 25 Jahren angefangen und es ist von Jahr zu Jahr schwieriger geworden, Mitstreiter zu finden“, beschreibt die AGM-Vorsitzende Maria Plaschka die Situation. Anfangs habe die AGM noch vier bis fünf Veranstaltungen pro Jahr organisiert, später seien es immer weniger geworden, blickt auch die stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, Melanie Gevers, auf die äußerst arbeitsintensive Zeit zurück. Ohne den Einsatz des Vorstands und die Unterstützung aus der Kommunalpolitik seien viele Veranstaltungen kaum möglich gewesen.
Nun soll die zuletzt etwas milder glimmende Flamme neu entfacht werden und das Feuer der Reihe wieder kräftig lodern. Dafür will Mathias Beermann sorgen, der als erfahrener Veranstalter frischen Wind, aber auch viel Erfahrung in die Gestaltung bringt: Seit 2009 organisiert der Eventmanager verschiedene Konzerte und Festivals, darunter die „Lüneburger Rockfeste“ sowie zahlreiche Indoor-Veranstaltungen. Innerhalb weniger Wochen entwickelte Beermann ein Konzept, das schließlich im Rathaus vorgestellt wurde. Unter dem neuen Namen „Rock in the City“, der gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert mitbringt und damit auch das bisherige Engagement der AGM würdigt, soll die nun professionell organisierte Konzertreihe neue Wege beschreiten, dabei aber den Ursprung nicht aus den Augen verlieren.
Beermann hat zunächst fünf Veranstaltungen vorgesehen, die erste startet am Mittwoch, 29. Juli, um 18 Uhr: Ab dann können sich Gäste bereits auf dem Marktplatz vor dem Munsteraner Rathaus bei kalten Getränken und Leckerein einfinden und sich auf den Abend einstimmen. Um 20 Uhr entert dann Singer-Songwriter Daniel Fernholz die Bühne: Mit Gitarre, Mundharmonika und Gesang präsentiert der Musiker die schönsten Lieder der besten Jahre. Von „Here comes the sun“ über „The Boxer“ bis „The River“ sowie Titel von Größen wie den „Beatles“ und „Rolling Stones“ sowie „CCR“, aber auch deutsche Popsongs von Laith Al Deen, „Silbermond“, Rio Reiser und „Udo“ & „Udo“ finden sich in seinem Repertoire, das für jeden Geschmack etwas Passendes zu bieten hat.
Die insgesamt angesetzten fünf Veranstaltungstermine staffeln sich in zwei Musikabende mittwochs, einen Frühschoppen am Sonntag sowie zwei größere Sonnabend-Veranstaltungen. Bereits jetzt stehen auch der 19. August sowie der 13. September mit einem besonderen Frühschoppenprogramm auf der Planungsliste.
Beermann stellt dabei heraus, dass ein solches Konzept allerdings auch wirtschaftlich funktionieren muss: Ob alle Termine stattfinden, hängt also auch von der Resonanz des Publikums ab. Der Eintritt bleibt – wie schon bei „Music in the City“ – stets frei. Finanziert werden soll die Reihe über Sponsoren, Gastronomie und Standgebühren. Zudem will der neue Veranstalter wie bisher auch örtliche Vereine, Unternehmen und regionale Anbieter einbinden und lokalen Musikerinnen und Musikern Auftrittsmöglichkeiten bieten.
So lebt der einstige Gedanke der AGM weiter. Die freut sich auf den Neustart unter neuer Regie und beide Seiten betonen die gute Zusammenarbeit sowie den kurzen Draht während der Vorbereitungen. Beermann und der Vorstand der Aktionsgemeinschaft hoffen nun, dass „Rock in the City“ eine ebenso feste Institution für die Region wie der Vorgänger werden wird.