Polizeikräfte richten mobile Kontrollstellen ein | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Jugendliche mit deutlich zu schnellen E-Scootern in Munster unterwegs

Polizeikräfte richten mobile Kontrollstellen ein

In Munster nahmen Einsatzkräfte der Polizei am gestrigen Dienstag, 22. September, Verkehrskontrollen im Stadtgebiet von Munster vor. Dabei kamen sowohl zivile Einsatzkräfte bei stationären Kontrollen als auch bei mobilen Kontrollen zum Einsatz. In der Zeit von 11 bis 13.30 Uhr wurden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Standkontrollen durchgeführt. Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Gurt- und Handyverstöße fest.

Am Nachmittag lag der Schwerpunkt der mobilen Kontrollen zwischen 14.30 und 19 Uhr insbesondere auf E-Scootern. „Dabei wurden bei zwei Jugendlichen zwei deutlich zu schnelle E-Scooter festgestellt. Bei einem der Fahrzeuge zeigte der Tacho beim Beschleunigen im Stand mehr als 70 Kilometer pro Stunde, bei einem weiteren sogar fast 130 Kilometer pro Stunde an“, heißt es im Polizeibericht. Die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit für E-Scooter liege bei 20 km/h. „Ob die angezeigten Geschwindigkeiten tatsächlich während der Fahrt erreicht werden können, ist derzeit nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass die E-Scooter nicht für den Straßenverkehr zugelassen waren“, so ein Polizeisprecher: „Bei einem der beiden E-Scooter sei zudem ein selbst ausgedrucktes Kennzeichen angebracht. Insgesamt wurden fünf Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Urkundenfälschung eingeleitet.“ Die Einsatzkräfte hätten die Fahrzeuge sichergestellt.

Die Polizeiinspektion Heidekreis weist ausdrücklich darauf hin, „dass technisch veränderte und deutlich zu schnelle E-Scooter im öffentlichen Verkehrsraum eine erhebliche Gefahr für die Fahrerinnen und Fahrer selbst sowie für andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer darstellen.“ Komme es zu einem Unfall, könnten neben den strafrechtlichen Folgen auch erhebliche finanzielle Forderungen auf die Betroffenen zukommen.

Die Polizeiinspektion Heidekreis weist darauf hin, entsprechende Kontrollen auch künftig vorzunehmen.