Rotary-Club spendet Bücher

„Lesen lernen - Leben lernen“: Schüler der dritten Klassen der Grundschule im Örtzetal Munster freuen sich über „Die Struppse“

Rotary-Club spendet Bücher

Schnell, reibungslos und unbürokratisch, ohne komplizierte Anträge oder Begründungen: Jens Hoffmann, Leiter der Grundschule im Örtzetal in Munster, lobt die Zusammenarbeit mit dem Rotary-Club Soltau. Als eine von sieben Grundschulen im nördlichen Heidekreis hat die Schule das Angebot der Rotarier angenommen, sich am Projekt „Lesen lernen - Leben lernen“ zu beteiligen. Und so lesen die Drittklässler demnächst im Unterricht „Die Struppse - Gefahr im Sausewald“ von Kerstin Landwehr und Andrea Tändler. Zur offziellen Übergabe der Bücher war als Vertreter des Rotary-Clubs Jürgen Röders jüngst nach Munster gekommen.

Seit dem Jahr 2003 gibt es das bundesweite Rotary-Projekt „Lesen lernen - Leben lernen“. „Bisher wurden damit mehr als 900.000 Kinder erreicht“, erklärte Röders bei seinem Besuch in Munster. Der Rotary-Club Soltau unterstützt die Initiative seit einigen Jahren - zu Beginn mit nur einer beteiligten Grundschule, im Laufe der Zeit haben die Rotarier das Angebot immer mehr ausgeweitet. In diesem Jahr nun sind insgesamt sieben Grundschulen aus dem nördlichen Heidekreis dabei. „Jetzt ist unser Budget auch ausgeschöpft“, meinte dazu Röders. Zwar werde das Projekt im nächsten Jahr wohl weiterlaufen, der Umfang sei aber derzeit unklar.

Mit „Lesen lernen - Leben lernen“ wollen die Rotarier nicht einfach nur Bücher verschenken, sondern einen Beitrag zur Verbesserung der Lesekompetenz der Schüler leisten. Und darum geht es: Die Schulen, die das Angebot annehmen, können entweder den vierten oder den dritten Jahrgang mit einer Lektüre ausstatten. Diese ist - jahrgangsbezogen - festgelegt. Die Bücher werden im Unterricht behandelt, im Anschluß dürfen die Schülerinnen und Schüler die Lektüre behalten. „Für einige ist es das erste eigene Buch“, betonte Schulleiter Hoffmann bei der offiziellen Übergabe die Bedeutung dieser Initiative. Die Rotarier verschenken dabei nicht nur die Büchersätze, sondern auch das Begleitmaterial für die Lehrkräfte. Auch dies ist eine große finanzielle Hilfe, wie Hoffmann unterstrich: „Dies Material ist sonst sehr teuer“, so der Schulleiter. Über das Angebot der Rotarier mußte Hoffmann nicht lange nachdenken, sondern hat schnell „zugegriffen“. Im dritten Jahrgang sei ohnehin eine sogenannte „Ganzschrift“ vorgesehen, die im Unterricht behandelt werde.

Gern habe sich die Schule auf „Die Struppse“ geeinigt - daß die Rotarier diese den Kindern schenken, „ist eine große Entlastung für viele Eltern“, die die notwendige Lektüre nicht bezahlen müssen. Für die vier dritten Klassen der Grundschule im Örtzetal wurden 80 Bücher benötigt - insgesamt haben die Soltauer Rotarier in diesem Jahr knapp 500 Exemplare verschenkt, um möglichst viele Kinder auf diese Weise anzuregen, selbst (gern) zu lesen. „Das Projekt paßt genau zu unserem Leseförderkonzept“, erklärte Hoffmann. So werden die Kinder der dritten Klassen unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei an Bücher herangeführt. „Mentor - die Leselernhelfer“ seien ebenfalls an der Grundschule aktiv.

Wie in vielen Schulen, wird zusätzlich mit dem „Antolin“-Programm gearbeitet. Und nicht zuletzt setzt der Schulleiter seinen „Lesehund“ ein, dem Schülerinnen und Schüler vorlesen und so ganz angstfrei - denn der Hund macht sich weder über sie lustig noch redet er dazwischen - üben können. Die Spende aus dem Projekt „Lesen lernen - Leben lernen“ sei ein weiterer Schritt, die Bedeutung von Büchern zu betonen „und das Lesen positiv zu gestalten“. Die ersten Exemplare der „Struppse“ verteilten Hoffmann und Röders in der Klasse 3b. Ungefähr zu Ostern, erklärte Klassenlehrerin Stefanie Schlüter, steht die Lektüre dann auf dem Stundenplan.

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