Rund zehn Millionen Euro | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Richtfest für neue Truppenküche in der Freiherr-von-Boeselager-Kaserne gefeiert

Rund zehn Millionen Euro

In der Freiherr-von-Boeselager-Kaserne in Munster hat das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide jüngst das Richtfest für die neue Truppenküche gefeiert. Die Baumaßnahme sei erforderlich geworden, so die Verantwortlichen, weil das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1985 aufgrund erheblicher baulicher und hygienischer Mängel habe stillgelegt werden müssen. Im Planungsprozess habe sich gezeigt, dass ein Neubau in wirtschaftlicher und funktionaler Hinsicht sinnvoller als eine Kernsanierung sei. Die Baukosten beliefen sich voraussichtlich auf rund zehn Millionen Euro.

Der Neubau entsteht inmitten der Liegenschaft am Wietzendorfer Weg und wird das bisherige Wirtschaftsgebäude vollständig ersetzen. Die Truppenküche wird als eingeschossiges Gebäude mit Flachdach und teilunterkellertem Bereich errichtet. Der Neubau gliedert sich in drei Baukörper: Einen großzügigen, lichtdurchfluteten Gastbereich mit Speisesaal und 132 Sitzplätzen, den Küchen- und Personalbereich sowie eine auf dem Dach angeordnete Technikzentrale. Die Küche erhält moderne Koch- und Spültechnik sowie eine zeitgemäße Nassmüllentsorgungsanlage. Gleichzeitig ermöglicht die Planung eine flexible Nutzung des Speisesaals auch für Veranstaltungen und Besprechungen.

„Das Land Niedersachsen möchte auch in Zukunft seinen Teil dazu beitragen, eine bestmögliche Infrastruktur für eine moderne Bundeswehr der Zukunft zu schaffen“, erklärte Sabine Tegtmeyer-Dette, Staatssekretärin im für das Staatliche Baumanagement zuständigen Niedersächsischen Finanzministerium. Im vergangenen Jahr habe Niedersachsen für den Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums einen Bauumsatz von mehr als 300 Millionen Euro erzielt und liege damit an der Spitze der Bundesländer. Das Investitionsvolumen solle sogar weiterhin gesteigert werden. „Die Architektur verbindet eine moderne Gestaltung mit funktionalen Anforderungen des Bundeswehrbetriebs“, betonte Petra Könneker, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide: „Zugleich legen wir einen besonderen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit und schaffen damit einen Neubau, der sowohl wirtschaftlich als auch zukunftsfähig ist.“

„Im September 2024 wurde mit dem Neubau einer Truppenküche für 300 Verpflegungsteilnehmerinnen und -teilnehmer an demselben Standort, an dem das alte Verpflegungsgebäude stand, begonnen“, so Kapitän zur See Marco Lehmann, Leiter des Kompetenzzentrums Baumanagement Hannover des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr: „Ausgerichtet am aktuellen Stand der Technik wurde entlang der Musterplanung ein Wirtschaftsgebäude konzipiert, welches allen Anforderungen der Truppe, in diesem Fall dem Panzerlehrbataillon 93, gerecht wird.“

Das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide hat den Neubau über die gesetzlichen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes hinaus im besonders energieeffizienten EGB-40-Standard geplant und unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben damit um 45 Prozent. Sämtliche Dachflächen werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, und die Gebäudetechnik ist auf hohe Energieeffizienz ausgelegt. Zudem wird anfallendes Niederschlagswasser ortsnah versickert, um den Grundwasserspeicher vor Ort anzureichern. Das Baumanagement hat mit den Bauarbeiten für die neue Truppenküche nach dem Rückbau des Altgebäudes im Jahr 2025 begonnen. Die Übergabe des Neubaus ist für das erste Quartal 2028 vorgesehen.

Das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide führt als eines von sieben staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit 220 Beschäftigten ist es für mehr als 7.000 Bauwerke verantwortlich und wirkt mit einem jährlichen Gesamtumsatz für Baumaßnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro als wesentlicher Wirtschaftsmotor in der Region.