Symbolkraft des Stahlhelmes

Deutsches Panzermuseum Munster zeigt ab dem 20. Februar neue Sonderausstellung: „Lebensretter? Der deutsche Stahlhelm im Ersten Weltkrieg“

Symbolkraft des Stahlhelmes

Mit dem Ersten Weltkrieg kamen die ersten modernen Panzer auf, doch auch die Körperpanzerung der Soldaten erhielt ein ungeahntes „Comeback“. Die im Grabenkrieg erstarrte Kriegsführung und neuartige Artilleriegeschosse erforderten einen effektiveren Schutz der Soldaten, der nur scheinbar eine Rückkehr zur mittelalterlichen Rüstung darstellte. Die neue Sonderausstellung im Deutschen Panzermuseum Munster „Lebensretter? Der deutsche Stahlhelm im Ersten Weltkrieg“ gibt ab dem 20. Februar auf 25 Quadratmetern einen Einblick in die Erfindung, Produktion und Einführung des deutschen Stahlhelms im Ersten Weltkrieg und dessen Auswirkungen auf die Menschen. Neben dem ersten deutschen Stahlhelmmodell, seinen Vorläufern und Weiterentwicklungen, werden auch ausgewählte internationale Helme sowie seltene Modelle gezeigt.

„In den vergangenen Jahren waren wir aufgrund des schlechten Klimas in den Ausstellungshallen gezwungen, immer mehr Kleinobjekte aus den Hallen zu entfernen. In der Sonderausstellung können wir nun wieder einige Helme - unter konservatorisch angemessenen Bedingungen - zeigen und sie auch angemessen inhaltlich kontextualisieren“, erklärt die Kuratorin Laura Haendel.

„Zudem gibt uns die Sonderausstellung die Möglichkeit, in kleinerem Rahmen neue Ausstellungstechnik, Präsentationsformen und Prozessabläufe im Team für die geplante Neukonzeption zu testen“, ergänzt Julia Engau, Pressesprecherin des Panzermuseums.

Der Fokus der aktuellen Sonderausstellung liegt auf der menschlichen Dimension und beschäftigt sich mit Fragen wie diesen: Welche Verletzungen erlitten die Soldaten? Vor welche Herausforderungen stellten die Materialschlachten das medizinische Personal? Wer erfand und produzierte den Stahlhelm und wie reagierten die Soldaten darauf, ihre traditionelle Pickelhaube ablegen zu müssen? Ein Blick wird außerdem auf die Symbolkraft des Stahlhelmes über den Ersten Weltkrieg hinaus sowie auf internationale Stahlhelmentwürfe und -exporte geworfen.

„Die Ausstellung ist das Produkt der guten Zusammenarbeit des Panzermuseums mit dem Förderverein des Museums“, so Engau. „So unterstützte dieser die Sonderausstellung nicht nur finanziell, einzelne Mitglieder halfen auch ehrenamtlich bei der Erfassung der Helme, stellten Leihgaben aus ihrer Privatsammlung zur Verfügung und bereicherten die Ausstellung mit ihrem Spezialwissen.“

Nach der Eröffnung am 20. Februar ist „Lebensretter? Der deutsche Stahlhelm im Ersten Weltkrieg“ noch bis zum 1. Dezember im Panzermuseum in Munster zu sehen. Begleitend zu dieser kleinen Sonderausstellung erscheint ein Katalog in Deutsch und Englisch mit hochwertigen Fotographien der Helme. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist kostenlos.

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