Das Schützenfest der Bürgergilde Munster, das nun schon zum 40. Mal gleichzeitig als Volksfest der Einwohner der Örtzestadt begangen wurde, war von Donnerstag- bis Sonntagabend wieder ein Fest der Höhepunkte. Schützenkönig wurde Thomas Hüsch, dem Markus Werthmann als Adjutant zur Seite steht. Damenbeste wurde Martina Knecht mit Carolin Sobczak als Adjutantin, Jugendkönig Jonas Pfeiffer, der seinen Bruder Julian zu seinem Adjutanten erkor.
Im Laufe des Schützenfestes gab es einige Ehrungen zu verteilen. Anja Pfeifer erhielt die Goldene Schnur. Wanderpokale und Orden wurden vergeben an: Marcus Overwien, Thomas Hüsch, Nadine Sagebiel, Leonie Bastyr, Jan Neumann, Markus Werthmann, Mario Pietsch, Beatrix Werthmann, Julian Reinhardt, Jonas Abelbeck, Bine Krause, Sarah Häusler und Adrian Peters. Vier Mitglieder wurden für 15-jährige Mitgliedschaft geehrt, neun für 25 und sieben für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Bürgergilde. Der 1. Gildeherr Marco Tews würdigte Gerald Meyer für dessen Leistungen zum Wohle der Gilde und händigte ihm unter dem Beifall der Schützinnen und Schützen den Gildeverdienstorden 2026 aus.
Peter Naß sowie Peter Mölke bekamen für ihren unermüdlichen Einsatz Präsentkörbe überreicht. Hans Köhler, Gerhard Miesner und Jürgen Putensen wurden jeweils für ihre 60-jährige Mitgliedschaft in der Bürgergilde Munster geehrt. Während sich die Schützinnen und Schützen am frühen Freitagmorgen an der Hindenburg-Sporthalle versammelten, empfing Bürgermeister Ulf-Marcus Grube den Gildevorstand, den Standortältesten, und die Noch-Majestäten im Rathaus und lud Letztere ein, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Brigadegeneral Björn Tölke überraschte das Stadtoberhaupt mit der Übergabe des neuen Stadtschildes. Munster gilt ja als Hauptstadt des Heeres.
Unter Begleitung der Celler Knappen marschierten die Schützen und ein Ehrenzug der Bundeswehr auf dem Heinrich-Peters-Platz auf, wo sich auch die Kanoniere im Kilt und mit ihrem Geschütz in Position gebracht hatten. Grube bat die Artilleristen, nicht auf den Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter zu zielen, denn die müssten auch in Zukunft zum Wohle der Einwohner der Stadt ihren Pflichten nachgehen können. Die Kanoniere verschonten das Rathaus, aber der Bürgermeister musste es sich gefallen lassen, dass die Schützen die Stadtfahne aus seiner Residenz in ihre Festhalle entführten.
Anschließend begann das Königsschießen. Tews und Grube begrüßten als Gäste Vertreter der Bundeswehr, der Munsterener Vereine und Institutionen sowie der befreundeten Schützenvereine aus der Nachbarschaft. Auch Lars Klingbeil, Gildemitglied, Bundesfinanzminister und Vizekanzler, befand sich in der Runde. In seiner kurzen Ansprache würdigte Klingbeil vor allem die Leistungen des 1. Gildeherrn. Schließlich sei es das letzte Schützen- und Volksfest, das unter der Verantwortung von Marco Tews über die Bühne gehe. Er könne sich die Gilde gar nicht ohne ihn vorstellen. Beim Königsball am Abend wurden anschließend die neuen Majestäten bejubelt.
Der Stadtjugendring hatte für den Sonnabendvormittag wieder einen Tag der Jugend im Alfred-Schröder-Park organisiert und viele Vereine, die Jugendarbeit leisten, boten Spiele und Wettkämpfe für Kinder angeboten. Auch der Musikzug Munster und die Blue Dragons unterhielten mit ihren Darbietungen die Besucher am Mühlenteich.
Es folgte der Festumzug am Sonntag. Bürgermeister Grube und die Obristen Kirchhoff und Bertram als die Repräsentanten der Soldaten der Garnison nahmen zusammen mit dem Vorstand der Gilde und den Majestäten am Gänsebrunnen den Vorbeimarsch des Festzuges ab, in den sie sich dann auch einreiten. Den 1. Platz der Festzugteilnehmer erhielt die DLRG. Die Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Munster erreichte den 2. Platz, die Gym-Fit-Frauen der Eintracht Munster den 3. und der Tennisclub den 4. Rang.