Ulf-Marcus Grube will ins Rathaus einziehen

CDU Munster kürt ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl

Ulf-Marcus Grube will ins Rathaus einziehen

Den Segen seiner Partei hat er schon. Jetzt braucht er noch den der Wählerinnen und Wähler. Und da zeigt sich Ulf-Marcus Grube aus Hützel sehr zuversichtlich, den auch zu bekommen: Als Bürgermeisterkandidat der CDU Munster tritt der 54-Jährige bei der Wahl am 12. September gegen Amtsinhaberin Christina Fleckenstein (SPD) an. Selbstbewusst blickt er dem kommenden Wahlkampf entgegen und rechnet sich sehr gute Chancen für einen Sieg aus.

Als der CDU-Stadtverband Grube jetzt mit 89 Prozent der Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten für Munster kürte, war er konkurrenzlos. Allerdings, so berichtet Stadtverbandsvorsitzender Felix Friese, „haben wir im Vorfeld natürlich auch nach weiteren Bewerbern Ausschau gehalten. Wir wollten die bestgeeignete Person finden und haben breit gesucht und uns nicht nur auf Munster beschränkt.“ So seien von zehn bis zwölf Aspiranten am Ende noch zwei übriggeblieben, wobei sich der Vorstand mit großer Mehrheit für Grube ausgesprochen habe. Dem ist dann auch der Stadtverband gefolgt: „Uns ist wichtig, dass unser Kandidat unsere Werte vertritt und wir mit ihm gewinnen.“

Dass ihm das gelingt, davon ist Grube überzeugt, und „so habe ich, als ich vor zwei Monaten auf die Kandidatur angesprochen worden bin, nur eine Nacht darüber geschlafen und dann zugesagt.“

Der 54-Jährige, auf Sylt geboren und in Bispingen aufgewachsen, arbeitet seit zwölf Jahren als selbständiger Unternehmensberater, Projektmanager und Mediator. Im Laufe seines Berufslebens hat er nicht nur zahlreiche Qualifikationen erworben, sondern auch etliche Projekte in verschiedenen Unternehmen realisiert und war als Manager mit bis zu 400 Mitarbeitern tätig.

Diese große berufliche Erfahrung mit ihrer Bandbreite, so Grube, sei sehr vorteilhaft für das Amt des Bürgermeisters. Außerdem sei er ein ausgewiesener Netzwerker: „Ich arbeite außerdem gern mit Menschen zusammen und bin bürgernah.“ Praktiziert hat er das in den vergangenen zehn Jahren als Ortsvorsteher der Bispinger Ortschaft Hützel. Eine Funktion, die er nach einem Jahrzehnt ohnehin habe aufgeben wollen, um Platz für Jüngere zu machen. Nicht nur mit dieser Position, sondern beispielsweise auch mit seinem früheren Engagement in der Jugendarbeit verbindet Grube ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt: „Das Ehrenamt zu stärken, ist einer meiner Kerninhalte“, betont der 54-Jährige und kommt damit auf weitere Schwerpunkte zu sprechen.

Dazu gehört etwa das Leitbild Munster 2030: „Das gilt zwar nach wie vor. Es muss aber fortgeschrieben werden - und das ist in den vergangenen Jahren nicht passiert. Es fehlen zum Beispiel die Digitalisierung, das Ehrenamt und das Thema Sicherheit von der Feuerwehr über die Polizei bis hin zur ärztlichen Versorgung.“

Handlungsbedarf sieht Stefan Sorge, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, auch im Bereich der Infrastruktur: „Welche Konsequenzen etwa hat die Ertüchtigung der Amerikalinie für Munster? Was ist bei uns wichtig? Dazu gibt es keinen runden Tisch - wo ist die Bürgerbeteiligung?“ Die verspricht Grube, sollte er gewählt werden, und bringt noch einen weiteren infrastrukturellen Bereich ins Spiel: „Wichtig ist die Ansiedlung von Unternehmen, vor allem auch die Bestandspflege bereits vorhandener Betriebe. Infrastruktur und Wirtschaft sind elementare Teile.“ Grube betont, die gemeinsame Entwicklung auch in allen Ortschaften Munsters müsse verfolgt werden.

In Zusammenhang mit Infrastruktur darf auch das Thema Straßenausbaugebühren nicht fehlen. So verweist Felix Friese, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Munster, auf die Diskussionen der vergangenen Jahre: „Wir haben - von den Anliegerstraßen abgesehen - bald alle Straßen saniert. Es wird Aufgabe der kommenden Ratsperiode sein, dann über neue Modelle der Finanzierung nachzudenken.“ Hier, so Grube, „muss es darum gehen, den bestmöglichen Kompromiss zu suchen und Transparenz herzustellen.“ Und Sorge: „Transparenz, also Informationen als Bringschuld des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin kann der Bürger in einer überschaubaren Kommune wie Munster prinzipiell erwarten. Man muss die Bürgerinnen und Bürger beteiligen, ihnen aber auch sagen, was nicht geht oder wo eine Chance auf Realisierung besteht.“

Ungemein wichtig für Munster ist natürlich die Bundeswehr: „Sie gehört zu uns als größtem Heeresstandort, und wir werden sie unterstützen“, unterstreicht Grube. Dabei hebt Friese noch einmal die Notwendigkeit der Wirtschaftsförderung hervor, „denn wir brauchen neben der Bundeswehr ein zweites Standbein.“ „Wir müssen das Ohr an der Wirtschaft wie an der Bundeswehr haben“, so Sorge. Insgesamt, so Grube, „muss bei der Wirtschaftsförderung das Paket stimmen.“ Hier sei ein Konzept nötig, „und dazu muss man zunächst in die Analyse gehen, auch wenn es wehtut.“

Der CDU-Bürgermeisterkandidat verweist mit dem Blick aufs Ganze noch einmal darauf, „dass man die Dinge immer in ihren Zusammenhängen sehen muss. Dabei müssen die Themen ein Profil bekommen, denn es geht darum, Munster wieder nach vorn zu bringen. Das ist harte Arbeit, dafür stehe ich.“ Um das zu schaffen, so Sorge, „brauchen wir einen Hauptverwaltungsbeamten, der Ideen mit der Chance auf Realisierung für die Stadt entwickelt.“

Grube selbst lässt keinen Zweifel daran, dass er der richtige Mann sei und nach einer Wahl zum Bürgermeister diese Aufgaben auch meistern werde: „Ich werde hier gebraucht und werde für Munster dasein.“

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