„Unser Beitrag zur Bekämpfung des Virus soll so konsequent wie möglich sein“

Panzermuseum Munster verlängert die Ruhepause über Ostern auf zwei Wochen

„Unser Beitrag zur Bekämpfung des Virus soll so konsequent wie möglich sein“

Statt nur fünf Tage über Ostern zu schließen, weitet das Panzermuseum in Munster die Ruhepause nun eigenverantwortlich auf zwei Wochen aus und schließt vom 29. März bis zum 12. April für den Besuchsverkehr.

„Wir haben festgestellt, dass die Herkunft unserer Gäste weiterhin überregional ist. In ‚normalen Zeiten‘ freut es uns sehr, dass unsere Gäste weit reisen, um uns zu besuchen. In Zeiten von Corona, mit stark ansteigenden Fallzahlen und mit dem Wunsch nach eingeschränkter Mobilität, ist dies aber nicht gut zu vereinbaren. An den ersten geöffneten Tagen konnten wir weit gereiste Gäste aus Süddeutschland und dem Ausland verzeichnen - auch aus Hochinzidenzkommunen. Wir freuen uns natürlich sehr über diese treuen Fans. Diese besuchen aber nicht nur das Museum, sondern haben eben auch - wie sonst ja sehr gewünscht - viele Kontakte beim Einkaufen, Tanken und ähnlichem im Ort und der Region. Das ist ein erhebliches Risiko, nicht nur für unser Team, dass wir ungern weitertragen wollen. Unser Beitrag zur Bekämpfung des Virus und zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss also eine erneute, zeitweise Schließung sein“, erklärt Julia Engau, Pressesprecherin des Panzermuseums, die ausgeweiteten Schließzeiten.

„Wir verstehen vollkommen, dass andere Häuser und auch die Museumsverbände auf eine Öffnung drängen. Das ist gut und richtig für bestimmte Häuser und Regionen. Häuser mit lokaler oder regionaler Besucherschaft und ebenfalls sehr guten Hygienekonzepten können da andere Entscheidungen treffen als wir. Mit 90 Prozent überregionalem Publikum würden wir den Virus jedoch in die Region ziehen“, betont Museumsdirektor Ralf Raths. Daher wolle das Museumsteam dem Geist des Bund-Länder-Beschlusses entsprechen. Die Dynamik der Virusentwicklung solle unterbrochen werden, überregionale Reisetätigkeiten bei hohen Inzidenzzahlen sollten nicht weiter gefördert werden. Auch die im Heidekreis ansteigenden Inzidenzzahlen seien ein einschlägiges Argument für eine längere Ruhepause.

„Unser Beitrag zur Bekämpfung des Virus soll so konsequent wie möglich sein. Das wollen sicher alle. Wir haben dabei das Glück, dass uns die Stadt Munster bei dieser Entscheidung den Rücken stärkt. Auch bei unserem militärischen Träger findet die längere Schließung sicherlich Unterstützung und Verständnis. Wir sind damit in der - vergleichsweise luxuriösen - Situation, dass wir zum Schutz des Teams und zur Vermeidung von überregionalen Reisetätigkeiten die Ruhepause über Ostern hinaus verlängern können“, ergänzt Julia Engau.

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