Verkehrsentwicklung in Munster: Informationen aus erster Hand

Gemeinsame Veranstaltung der Verkehrswacht Munster-Bispingen und des Seniorenbeirates mit Bürgermeister und Fachbereichsleiter

Verkehrsentwicklung in Munster: Informationen aus erster Hand

Auf große Resonanz stieß vor kurzem die Informationsveranstaltung, zu der die Verkehrswacht Munster-Bispingen und der Seniorenbeirat der Stadt Munster ins Bürgerhaus der Örtzestadt eingeladen hatten. Zu Gast waren Bürgermeister Ulf- Marcus Grube und Fachbereichsleiter Benjamin von Ahlen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Sektor Verkehrsentwicklung in der Stadt. In der 90-minütigen Veranstaltung informierten der Bürgermeister und der Verwaltungsvertreter über aktuelle Projekte und hatten offene Ohren für Kritik und Anregungen.

Die beiden Vorsitzenden Detlev Weber vom Seniorenbeirat und Bodo Rockmann von der Verkehrswacht unterstrichen zunächst die langjährige und gute Zusammenarbeit beider Vereine. Rockmann gab einen kurzen Rückblick auf die seit 2013 angebotenen Veranstaltungen.

Bürgermeister Grube berichtete, dass in absehbarer Zeit der Radfahrschutzstreifen in der Lüneburger Straße von der Einmündung Breloher Straße bis hin zu Am Park nun in Gänze aufgetragen werde. In der Danziger Straße, ortsauswärts in Richtung Uelzen, sei an mehreren Tagen aus statistischen Gründen die Geschwindigkeit gemessen worden. Zuvor seien mehrere Meldungen im Rathaus eingegangen, dass in dieser Straße zu schnell gefahren werde. Laut Grube lag die Geschwindigkeit tatsächlich „sehr oft“ über den erlaubten 50 Stundenkilometern. In einem Fall habe der Spitzenwert bei 139 Stundenkilometern gelegen, ergänzte Fachbereichsleiter von Ahlen. Die Ergebnisse der statistischen Auswertung seien nun an den Landkreis als übergeordnete Behörde weitergereicht worden, so Grube.

Auf die langsam voranschreitenden Baumaßnahmen in der Breloher Straße angesprochen räumte von Ahlen ein, dass sich die Arbeiten unnötiger Weise zeitlich verzögerten. Verantwortlich sei die beauftrage Tiefbaufirma. Die Stadt habe das Unternehmen mehrfach dazu aufgefordert, zügiger zu arbeiten. „Das geht viel zu langsam. In Zukunft werden wir beim Ausschreiben von Tiefbauarbeiten auch auf Vertragsstrafen eingehen müssen“, so der Fachmann. Erzwungenen „Stillstand“ für Verkehrsteilnehmer gibt es stetig an den beiden Bahnübergängen Breloher Straße und Rehrhofer Weg. Diese seien „zu oft und vor allem viel zu lange geschlossen“, sagte Bürgermeister Grube. Dies sei insbesondere dann prkär, wenn Rettungsfahrzeuge vor geschlossener Schranke bis zu neun Minuten warten müssten. „Ein wirklich nicht befriedigender Zustand“, unterstrich Grube: „Wir sind mit der Bahn aber in ständigen Gesprächen, der Kontakt ist hergestellt.“

Fachbereichsleiter von Ahlen berichtete außerdem von einem Antrag der CDU auf Einrichtung von Tempo-30-Zonen in der Örtzestadt. Dieses Anliegen werde derzeit geprüft, auch hier gebe es Geschwindigkeitsermittlungen in den entsprechenden Straßen, außerhalb von Hauptverkehrswegen.

Weiterhin im Blickfeld sei die Innenstadtsanierung, verbunden mit einem Sofortprogramm und der Einbindung von Verkehrsplanern. „Aber auch die Bürgerinnen und Bürger werden beteiligt“, hob Grube hervor, es müsse eine vollständige Bedarfserhebung geben. Eine von Grubes Vorgängerin Christina Fleckenstein angedachte Fußgängerzone im Bereich rund um das Rathaus wird weiterhin in Betracht gezogen. Rockmann wies abermals für die Verkehrswacht darauf hin, dass die Beschilderung zur Regelung für den Radfahrverkehr in der Wilhelm-Bockelmann-Straße und den einmündenden Straßen „völlig unzureichend und fehlerhaft“ sei.

Im weiteren Verlauf nahmen Grube und von Ahlen Stellung zum Vorwurf ungepflegter Privatgrundstücke, wobei besonders das Areal der Heinrich-Meyer-Werke in Breloh an der Hermann-Löns-Straße genannt wurde. Die oft ungenügende Barrierefreiheit von Gehwegübergängen über Straßen, mangelnder Buschwerkrückschnitt, zu viele Schottergärten und schlecht erreichbare Altglascontainer waren weitere angesprochene Themen. Fachbereichsleiter von Ahlen machte sich fortlaufend Notizen und versprach abschließende Prüfungen.

Von Rockmann erhielt von Ahlen zum Abschluss ein Haltestellenschild für eine von der Verkehrswacht geforderte Hol- und Bringzone im Bereich der sich derzeit im Bau befindenden neuen Grundschule in Breloh.

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