„Vögel“ waren die Publikumslieblinge

Abschluss der 12. Internationalen Ausstellung in Munster: Dresdener Uwe Hempel gewinnt Abstimmung bei „Glasplastik und Garten“

„Vögel“ waren die Publikumslieblinge

„Vögel“ waren die Publikumslieblinge bei „Glasplastik und Garten“ - natürlich keine gefiederten Freunde, sondern das Kunstwerk des Dresdener Künstlers Uwe Hempel: „Vogel 2“ landete auf dem 1. Platz bei der Abstimmung über die Vergabe des Publikumspreises bei der 12. Internationalen Ausstellung in Munster. Die endete am vergangenen Sonntag und hatte insgesamt drei Wochen lang Besucherscharen in die Ausstellungsbereiche im Zentrum der Örtzestadt gelockt.

Neben Hempel gab es noch weiter Preisträger: Helga und Ernst Marschke-Schaupeter freuten sich, dass ihre aus Alt-Glas gestaltete Glockenglocke mit Silber ausgezeichnet wurde und Island von Gundula Menking konnte die dritthöchste Stimmenzahl erobern. 467 Besucher hatten sich an der Abstimmung beteiligt. Die Sympathien waren breit gestreut. Beinahe jedes der weit über 100 Kunstwerke hatte wenigstens einen Liebhaber oder eine Liebhaberin.

Bei nicht gerade sommerlichem Wetter hatten sich am vergangenen Sonntag zahlreiche Menschen am Ollerhof versammelt. Andere spazierten ein letztes Mal durch die Ausstellungsbereiche. Inka Jansen und Veronika Vogel unterhielten inzwischen die Besucher mit Jazz vom Feinsten und bekamen immer wieder anerkennenden, begeisterten Beifall für die Darbietungen. Munsters Bürgermeister Ulf-Marcus Grube musste seine Dankesrede unter dem Regenschirm beginnen. Gründe, Dank zu sagen gab es reichlich - an die Künstlerinnen und Künstler, die mit ihren von den Besuchern bewunderten und auch in stattlichem Umfang erworbenen Kunstwerken diese Ausstellung bestückt haben: „Sie hat erneut Beachtung weit über die Grenzen des Landes hinaus gefunden. Wir können nur eine Schlussfolgerung aus dem Ereignis ziehen, dass wir uns daranmachen, in drei Jahren zur 13. Ausstellung einzuladen.“

Für diese Ankündigung erhielt der Bürgermeister Beifall von den Kunstschaffenden und von den Einwohnern seiner Stadt. Andrea Holz hat mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Großartiges geleistet. In der Vorbereitung und der Durchführung. Dafür gab es großes Lob. Den Vereinen und Einzelpersonen, organisiert von Bodo Rockmann, die die ehrenamtliche Bewachung und Betreuung der Besucher übernommen haben, gebührt höchste Anerkennung, wie den Damen der Munster-Touristik, sagte Grube. Immer wieder waren Gruppen dankbar dafür, wenn sie mit Sachverstand durch die Ausstellung geführt wurden und Fragen beantwortet bekamen.

Ein besonderer Anziehungspunkt in der Ausstellung war der Betrieb des Glasofens durch die Firma Niesenglas aus der Schweiz: Jan Vyskocil und Maximilian Schlott durften auch für die anderen Glasmacher, die in den drei Wochen ihre Kunst demonstrierten, viel Anerkennung entgegen nehmen. Dem Bürgermeister überreichten sie vor Ort entstandene Erinnerungsgeschenke. Viele angereiste Künstlerinnen und Künstler freuten sich erneut über die Begegnungen untereinander und mit dem Publikum.

Dann begann der „Sturm“ der neuen Eigentümer, die ein Kunstwerk gekauft hatten, auf ihr erworbenes Schmuckstück für den eigenen Garten oder das Wohnzimmer. Schnell war der Friedensbaum „geplündert“ und stolz hielten die Leute ihre Friedenstaube in Händen. Für die Künstler begann der Abbau ihrer Objekte. Nicht wenige hatten eine lange Heimreise vor sich.

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