Weihnachtsmützen statt Barette

„Mutter der Kompanie“ und Weihnachtsengel auf dem Motorrad unterwegs

Weihnachtsmützen statt Barette

Ein außergewöhnliches Duo knatterte in der vergangenen Woche mit einem Motorradgespann des Typs „Ural 650 mit Beiwagen“ durch die Kaserne Panzertruppenschule in Munster. Am Lenker der Maschine saß ein Weihnachtsmann in Flecktarnuniform und mit gelber Kordel an der rechten Schulter: Stabsfeldwebel Christian Nass, Spieß des Bereichs Zentrale Aufgaben. Auch seine Sozia, Hauptfeldwebel Anett Groß, hatte das Barett gegen eine rot-weiße Weihnachtsmütze ausgetauscht. Das zum Rentierschlitten umfunktionierte Gespann, Baujahr 1994, gehört Stabsfeldwebel Sascha Friedel.

„Besonders in diesem Jahr möchte ich mich als Spieß, als Mutter der Kompanie, für die Gemeinschaft einsetzen. Zusammenhalt ist für uns als Soldaten eines der prägenden Berufsmerkmale“, betonte Nass. Die Soldatinnen und Soldaten des Unteroffizierkorps freuten sich über die fröhlichen „Kradmelder“ mit ihrer frohen Botschaft. Schwer beladen mit Geschenken, übermittelte der Vorstand der Unteroffiziere seine Weihnachtsgrüße im Corona-Jahr.

Die für 9. November geplante Feier war coronabedingt ausgefallen. Deshalb gab es die Idee, wenigstens im Rahmen einer Videokonferenz gemeinsam auf den Dienst- und Jahresabschluss anzustoßen. Ungewöhnliche Zeiten erfordern halt ungewöhnliche Maßnahmen - auch bei der Bundeswehr.

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