Mit einem fröhlich gefeierten Sommerfest und zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat die frühere Hauptschule in der Örtzestadt, jetzt Werkschule in Munster (WiM), jüngst offiziell ihren neuen Namen und ihre Neuausrichtung vorgestellt. Gleichzeitig blickte die Schulgemeinschaft auf mehr als zweieinhalb Jahre intensiver Schulentwicklung zurück.
Bereits ab dem Vormittag herrschte auf dem Schulgelände reges Treiben. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich über zahlreiche Attraktionen freuen: Ein Bungee-Trampolin, Hau-den-Lukas, Rodeo-Reiten, die Cocktailbar des Bürgerhauses, ein Eiswagen sowie verschiedene Stände der Klassen mit Schminken, Second-Hand-Kleidung und Tattoos sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Für das leibliche Wohl zeigte sich die Schülerfirma „FutterExpress“ verantwortlich, die die Gäste mit einem eigenen Catering-Angebot versorgte. Die offizielle Eröffnung erfolgte um 10 Uhr durch Schulleiter Axel Adler. In seiner Ansprache skizzierte er den Weg der vergangenen Jahre und erinnerte an die zahlreichen Impulse, die den Entwicklungsprozess der Schule geprägt haben. Besonders die angestrebte Zusammenarbeit mit Stefan Niemann und seiner Firma „SICHTweise“ sowie die Aufnahme in das Startchancen-Programm hätten nahezu zeitgleich begonnen. „Das war wie ein Sechser im Lotto für unsere Schule“, unterstrich Adler.
Im Laufe des Entwicklungsprozesses hatten die Lehrkräfte zahlreiche innovative Schulen besucht, um neue Ideen und Konzepte kennenzulernen. Gleichzeitig entstanden enge Kooperationen mit der örtlichen Wirtschaft und zahlreichen Partnern im Sozialraum, die inzwischen wichtige Bestandteile des neuen Schulprofils sind. Zu der Veranstaltung waren auch zahlreiche Ehrengäste erschienen. Landrat Jens Grote lobte die Entwicklung der Schulen im Heidekreis insgesamt und bezeichnete sie als modern und zukunftsorientiert. Besonders die Arbeit der Werkschule in Munster und ihren neuen Kurs hob er hervor und zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung der Schule.
Auch Stefan Niemann, Geschäftsführer von „SICHTweise“ und selbst ehemaliger Hauptschullehrer, zeigte sich in seinen Grußworten sichtlich begeistert. Er würdigte das große Engagement der Schule und betonte, wie konsequent die Schülerinnen und Schüler stets im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Anstrengungen stünden. Dies sei besonders bemerkenswert und verdiene Anerkennung. Ein weiterer Höhepunkt des Tages waren fünf Stellwände, die die Geschichte der Schule bis ins Jahr 1920 zurückverfolgten. Besucherinnen und Besucher konnten dort nachlesen, wann die Freudenthalschule gegründet wurde, wie die Hauptschule ihren heutigen Standort und ihren Namen erhielt und welche Entwicklungen das Schulleben in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben.
Dabei betonte Schulleiter Adler: „Die Namensänderung und die Neuausrichtung der Schule bedeuten nicht, dass alles, was vorher hier stattgefunden hat, falsch war. Die gesamte Geschichte der Schule ist Teil dieses Entwicklungsprozesses und hat uns genau zu diesem Punkt heute geführt.“
Als sichtbares Zeichen der engen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft wurde im Rahmen des Sommerfestes zudem eine neue Sitzbank für den Schulhof feierlich enthüllt. Das Projekt entstand in Kooperation mit der Firma „RKM“ und wurde von Schülerinnen und Schülern der Werkschule eigenständig umgesetzt. Von der Planung über die Materialbestellung und die technischen Zeichnungen bis hin zum Bau waren die Jugendlichen an allen Arbeitsschritten beteiligt und konnten so den gesamten Entstehungsprozess eines Produkts praxisnah erleben.
Mit dem neuen Namen, einem modernen Schulkonzept und starken Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft möchte die Werkschule in Munster ihren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen – immer mit dem Ziel, wie es heißt, „die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten.“