Wie geht es weiter mit dem Triathlon der Aktionsgemeinschaft Munster?

AGM im regen Austausch mit dem Vorstand der Eintracht Munster

Wie geht es weiter mit dem Triathlon der Aktionsgemeinschaft Munster?

Was im Jahr 2003 eigentlich als Eintagsfliege im Zuge der von der Stadt Munster ins Leben gerufenen Aktion „Ab in die Mitte“ geplant war, hat sich im Laufe der Jahre zu einer über die Grenzen der Örtzestadt hinaus beliebten Sportveranstaltung entwickelt. Die Rede ist natürlich vom Jedermann-Triathlon der Aktionsgemeinschaft Munster (AGM). 17-mal fiel der Startschuss, wobei das Organisationsteam die Attraktivität des Sport-Events Jahr für Jahr steigerte. „Wir haben uns mit jedem Wettbewerb verbessert“, so der langjährige Hauptorganisator Hermann Krumsiek. Krönung war im Jahr 2019 eine Wertung für die Triathlon-Landesmeisterschaft, die der Veranstaltung zusätzlichen Glanz verlieh und dazu beitrug, dass auch überregionale Top-Sportler in Munster an den Start gingen. Dann begann die Corona-Krise, die Veranstaltungen 2020 und 2021 wurden pandemiebedingt abgesagt. Auch in diesem Jahr bleibt die Startpistole aus diesem Grund ungenutzt. Die Initiatoren indes richten den Blick nach vorn und haben sich Gedanken gemacht, wie es weitergehen könnte. Hinter den Kulissen wird bereits eifrig an der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte gearbeitet.

Laut AGM-Vorsitzender Sabine Rothmann und stellvertretender Vorsitzender Melanie Gevers sei der Triathlon seinerzeit als „einmaliges Event“ geplant gewesen. „Dass daraus 17 Veranstaltungen geworden sind, das hätten wir uns wirklich nicht träumen lassen. Dennoch: Wir sind ein Gewerbeverein und sehen unsere Kernaufgabe darin, das Munsteraner Gewerbe zu fördern. Und da gehört nicht unbedingt die aufwendige Organisation und Durchführung einer großen Sportveranstaltung dazu“, so Gevers. Hinzu komme, „dass das finanzielle Ausfallrisiko für uns als relativ kleiner Verein mit 100 Mitgliedern zu hoch und gegenüber unseren Mitgliedern nicht weiter zu vertreten ist.“

In Sachen Sport hat es zudem in der Örtzestadt mit dem Zusammenschluss mehrerer Vereine zum neuen Großverein Eintracht Munster 2020, der rund 2.500 Mitglieder hat, eine bedeutende Veränderung gegeben. Auch der Vorstand der Eintracht um 1. Vorsitzenden Alfred Mangold hat ein Interesse daran, dass die beliebte Sportveranstaltung weiterhin einen festen Platz im Terminkalender hat. „Diese gut organisierte Veranstaltung muss in Munster bleiben“, heißt es vonseiten des Führungsgremiums des Sportvereins. Und so haben Sabine Rothmann und Melanie Gevers Kontakt zur Eintracht aufgenommen und den Vorstandsmitgliedern das Konzept vorgestellt, mit dem Ziel, dass der Sportverein die Organisation und Durchführung übernimmt. Dieser ist nicht abgeneigt, wie Michael Zappe, einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, erklärt: „Das Interesse ist da. Ich gehe davon aus, dass sich der Vorstand in dieser Sache einig ist“, so Zappe. Eine Sportveranstaltung dieser Größenordnung mit überregionalen Teilnehmern sei „für Munster sehr wichtig.“ Den Verantwortlichen der Eintracht liege am Herzen, dass der Triathlon in der Örtzestadt „wieder aufflammt, gerade nach dieser unsäglichen Pandemiezeit.“

Natürlich wollen die Vorstandsmitglieder zunächst einmal wissen, was denn da genau auf den Sportverein zukommt. Infos dazu wird er am kommenden Montag von einem Vereinsmitglied erhalten, das den Triathlon schon seit längerem organisiert: Givian Müller. „Wir wollen uns briefen lassen und sehen, mit was für einem Aufwand und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Die Arbeit scheuen wir nicht“, unterstreicht Zappe. Müller werde mit seiner Erfahrung weiterhin zur Verfügung stehen und hoffe auf ein großes Helferteam. Eine finale Entscheidung werde es nach der Zusammenkunft am Montag geben. „Ich persönlich glaube, dass wir eine Einigung erzielen werden“, betont Zappe. In diesem Jahr werde es definitiv keinen Triathlon geben, wenn, dann erst im Jahr 2023.

Fest steht, dass die Aktionsgemeinschaft Munster der Eintracht ihre Unterstützung zugesagt hat und dem Verein im Falle der Übernahme der Sportveranstaltung mit Konzeptpapieren, Wettkampf-Equipment und bei der Suche nach Sponsoren aus Reihen des Gewerbevereins helfen wird. Zudem kündigen Rothmann und Gevers an, dass die AGM den Triathlon mit einer „Music in the City“-Veranstaltung als Rahmenprogramm bereichern wolle. „So begleiten wir den kompletten Wettkampf bis hin zum späten Abend mit verschiedenen Musikdarstellungen auf der Bühne auf dem Heinrich-Peters-Platz“, so Gevers.

Die „Music in the City“-Abende sind etablierte AGM-Veranstaltungen in und für Munster, bei denen die Getränke- und Imbissstände ausschließlich von Ehrenamtlichen der Gewerbetriebe, Munsteraner Vereine sowie Helferinnen und Helfern aus Politik und Verwaltung betrieben werden. „Das geben wir nicht aus der Hand“, heißt es vonseiten des AGM-Vorstandes, „denn das gehört zu uns und sorgt für eine satzungsgemäße Belebung der Innenstadt.“

Der Vorstand der AGM sieht der Übernahme ihres „Babys“ optimistisch entgegen und hofft, dass auch künftig viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Gelingen beitragen, „ohne die“, so Gevers, „so etwas nicht zu stemmen ist.“

Logo