Wieder ein Fest für die Augen

Munster: Ausstellung „Glasplastik und Garten“ beginnt am 17. August

Wieder ein Fest für die Augen

Für Bürgermeisterin Christina Fleckenstein und Ersten Stadtrat Rudolf Horst ist es Zeit, die Werbetrommel zu rühren, denn schon in sechs Wochen soll Munster wieder zum überregionalen Zentrum für Kunstfreunde werde: Nach 2016 steht vom 17. August bis zum 8. September in der Örtzestadt wieder die renommierte Ausstellung „Glasplastik und Garten“ auf dem Programm, die bereits seit 1996 Akzente setzt. Die Vorbereitungen gehen jetzt in ihre letzte Phase, doch die wesentlichen Dinge sind geklärt.

„Unser Werbeplan ist fertig, auch überregional. Wir lassen jetzt die Flyer und Plakate drucken und verteilen sie in der nächsten Woche“, kündigt Horst an. Schließlich möchten die Munsteraner möglichst viele Besucher für die in Form und Umfang wohl einzigartige Ausstellung gewinnen. Wie die ablaufen wird, ist schon festgelegt: „Das Programm steht bereits“, vermeldet Fleckenstein.

Nachdem sich potentielle Ausstellerinnen und Austeller bewerben konnten und ein Auswahlverfahren durchlaufen haben, sind es jetzt 65 Künstlerinnen und Künstler aus zwölf Nationen. Sie präsentieren im Außenbereich am Ollershof, auf der Urbaniwiese und im Garten der Galerie an der Örtze rund 100 große Kunstwerke von bis zu 3,50 Metern Höhe sowie etwa 105 Kleinplastiken, die täglich von 10 bis 18 Uhr in der Stadtbücherei und in der St. Urbanikirche zu sehen sind. „Wir sind mit diesen Zahlen sehr zufrieden, denn Qualität geht vor Quantität“, so die Bürgermeisterin. Täglich von 10 bis 18 Uhr ist die Galerie an der Örtze dann Außenstelle der Munster-Touristik, wo es nicht nur Informationen gibt, sondern auch Kunsthandwerk und Kunstobjekte verkauft werden.

Damit die ausgestellte Glaskunst keinen Schaden nimmt, sind auch diesmal wieder Ehrenamtliche, zumeist Angehörige der Munsteraner Vereine, aber auch Einzelpersonen als Aufsicht unterwegs: „Sie repräsentieren dabei auch die Stadt und werden von den Besuchern oft um Auskunft gebeten. Zu diesem Zweck sind sie mit Informationsmappen ausgestattet“, so die Bürgermeisterin. Verteilt auf fünf Tagesschichten, sind die Aufsichtspersonen unterwegs, wobei noch einige Freiwillige gebraucht werden. Wer hier noch mithelfen möchte, kann sich unter E-Mail adolf.koethe@gmx.de an Adolf Köthe wenden, der diesen Bereich organisiert. Nachts behält dann der Schäferhundeverein das Aus­stellungsgelände im Auge.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonnabend, dem 17. August, mit der Verleihung des Kunstpreises. Wer den bekommt, entscheidet eine fachkundige Jury. Neben Bürgermeisterin Christina Fleckenstein gehören diesem Gremium Karin Rühl, Leiterin des Glasmuseums Frauenau, Nadiana Idriss, „founder + executive director Berlin Glas“, Simone Fezer, Glaskünstlerin und Preisträgerin von 2016, sowie Professor Dr. Carl-Peter Buschkühle, geschäftsführender Direktor des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen, an. Dotiert ist der Kunstpreis mit 6.000 Euro. Dabei kann die Jury diesen Preis an einen Künstler oder eine Künstlerin verleihen oder ihn auf mehrere verteilen.

Wie schon bei vorangegangenen Ausstellung werden auch diesmal wieder weitere kulturelle Veranstaltungen und Auftritte mit einbezogen. Dazu zählen etwa „Superbrass“ (Musik und Walkact) aus Hamburg am Eröffnungtstag, der Mahl- und Backtag auf dem Ollershof am 24. August, und der Auftritt des Schlagwerker-Duos Luisa Horst und Samuel Sel­zam, die als „DuoObstsalat“ am 24. August in St. Urbani zu hören sind. Im Ludwig-Harms-Haus geht dann am 25. August der Kreisseniorentag über die Bühne. Und am 31. August steht ein Open-air-Konzert mit Isaak Guderian am Ollershof auf dem Programm. Achim Amme serviert am 4. September Lesung, Parodien und Gesang im Ollershof, und der Chor AHAP singt am 7. September im Gospelcafé im Ludwig-Harms-Haus. Ebenfalls dort im Innen- und Außenbereich läuft am 8. September der „Lila Sonntag“ (Veranstaltungsreihe im Kulturraum Oberes Örtzetal). Auch der Tag des offenen Denkmals wird an diesem letzten Ausstellungstag durch Besichtigungsmöglichkeiten berücksichtigt. Ab 14 Uhr liefern die „Dixie Stompers“ „Jazz zum Abbau“, bevor dann um 16 Uhr der Publikumspreis verliehen wird.

Rund 140.000 Euro kostet die Ausstellung, wobei zirka 90.000 Euro von Spendern und Sponsoren kommen. „Bisher hatten wir noch keine Probleme, hier Unterstützer zu finden“, weiß Fleckenstein. Für die Besucher ist die Ausstellung kostenfrei, allerdings will die Stadt Spendenboxen aufstellen: Wer möchte, kann sich dann mit einem kleinen Obolus für ein außergewöhnliches Erlebnis bedanken.

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