„Wir haben es immer gewusst. Reparieren ist besser als wegwerfen! Und jetzt gibt es tatsächlich seit 1. August ein Gesetz, das alle Hersteller verpflichtet, ihre Geräte reparaturfreundlich herzustellen. Das heißt, dass wir uns bald auf Elektrogeräte ohne verklebte Gehäuse freuen können, die sich beschädigungsfrei öffnen lassen – was für ein Gewinn für die Konsumenten, für die Umwelt und für unsere Geldbeutel“, sagt Rolf Plaschka vom Team des Reparatur-Cafés in Munster. Am 28. August tritt die aus Ehrenamtlichen bestehende Mannschaft ab 14 Uhr wieder an, um liebgewordene Erinnerungsstücke, Haushaltsgegenstände, Kleidung und andere Dinge zu reparieren.
„Wir können aufgrund gemachter Erfahrungen sagen, dass es sich nicht lohnt Billigprodukte anzuschaffen. Wir sehen es tatsächlich immer wieder, dass gerade diese Produkte nicht auf Langlebigkeit oder Reparaturfreundlichkeit ausgelegt wurden. Vielmehr erscheint es uns oftmals so, als seien derartige Geräte von vorn herein so gebaut, dass sie kurz nach Ablauf der Garantie ihren Geist aufgeben“, so Plaschka.
Das Reparatur-Café Munster ist bereits seit drei Jahren aktiv. Gestartet sind die Initiatoren im August 2023 mit einer kleinen, aber feinen Mannschaft von sieben Reparateuren und zwei Helfern. Viel Idealismus war nötig, um das Projekt „Reparatur-Café“ zu starten. Niemand konnte damals ahnen, dass das Ganze drei Jahre später zur Erfolgsgeschichte wird. Heute indes sind 32 Mitarbeiter einmal im Monat im Dienst der guten Sache tätig. „Darauf sind wir wirklich stolz. Wir machen das getreu unserem Motto ‚Nachhaltig handeln – Ressourcen schonen und einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten“‘, so Plaschka.
Eine Tasse Kaffee und ein Stück selbst gebackener Kuchen gibt es stets bei den Reparatur-Café-Terminen. Alle Mitarbeiter im Café und in der Werkstatt arbeiten ehrenamtlich und kostenlos für die Besucher. Das Team freut sich über jede Spende, mit der die Arbeit anerkannt und die Spendenziele unterstützt werden. In diesem Jahr wird für das Hospiz Lebensbrücke und die Arbeit mit den örtlichen Konfirmanden gesammelt.