Bürgerbus Neuenkirchen: Start auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben

Fahrzeug wird wegen Coronakrise noch nicht aus Erbach abgeholt

Bürgerbus Neuenkirchen: Start auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben

Der Start des Bürgerbusses in Neuenkirchen wird auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Darauf weist jetzt der Neuenkirchener Bürgerbusverein hin.

Das Fahrzeug steht bereits in Erbach bei Ulm zur Abholung bereit. Nachdem die Verfügungen der Länder, des Landkreises und der Gemeinde aber nochmals aus nachvollziehbaren Gründen verschärft worden sind, wird das Fahrzeug vorerst nicht abgeholt. Auch das Alter der Aktiven im Verein, das Durchschnittsalter beträgt 65 Jahre, ist für die Verantwortlichen ein Grund, die Abholung des Busses zu verschieben. Schließlich gehören die Mitglieder in Sachen Coronavirus altersbedingt zur Risikogruppe.

„Zuletzt hat uns die Einrichtung beziehungsweise Beschaffung des Haltestellenequipments viel Zeit gekostet. Nachdem die Landesregierung Niedersachsen die Vereinsarbeit untersagt hatte, war der Starttermin am 1. April nicht mehr zu halten“, so ein Sprecher des Vereins. Der Vorstand hatte sich durch eine Präsenz des Busses eine größere Resonanz beziehungsweise ein größeres Interesse der Bürgerinnen und Bürger erhofft.

Der Verein hat derzeit sieben aktive Fahrerinnen und Fahrer. Das sind entschieden zu wenig, um das Projekt erfolgreich zu betreiben. Geplant ist eine „Feedbackrunde“ mit den bisherigen Teilnehmern, die den Personenbeförderungsschein gemacht haben. Diese können dann ihre Erfahrungen mit dem absolvierten arbeitsmedizinischen Tests weitergeben. Alle interessierten beziehungsweise zukünftigen Fahrerinnen und Fahrer sind dazu eingeladen, sobald es möglich ist, in einen regen Austausch zu treten. Eine Auswahl an Terminen soll dann rechtzeitig veröffentlicht werden.

Die aktuelle Krise zeige, so der Vereinssprecher, „dass zu jeder Zeit alles passieren kann. Auch in der zukünftigen Mobilität könnten noch Überraschungen auf uns lauern. Gut, wenn wir in Neuenkirchen mit den zusätzlichen Linien des Bürgerbusses dem Klimawandel einen Schritt voraus sind und ein wenig sorgenfreier in die Zukunft schauen können.“ Doch dazu sei es unabdingbar, „dass sich Bürgerinnen und Bürger finden, die dieses zukunftsorientierte Projekt als Fahrerinnen und Fahrer unterstützen. Natürlich bei freier Zeiteinteilung. Wir können damit auch unsere nachfolgende Generation, unsere Kinder, in ihrem Alltag unterstützen.“ Die Coronakrise zeige, „wie wichtig der Zusammenhalt und die Hilfe zur Selbsthilfe in den Kommunen ist.“

In diesen Zeiten werde auch deutlich, wie wichtig die digitale Technik sei, die im übrigen auch im Bürgerbus im bescheidenen Maße zum Einsatz komme. Ob aktuelle Infos aus dem Internet, Onlinebanking oder die Kommunikation per E-Mail - auch in schwierigen Zeiten bleibe der Verein dank moderner Kommunikationsmittel handlungsfähig.

Interessierte finden Infos über den Verein unter www.bürgerbus-neuenkirchen-hk.de sowie per E-Mail an info@bürgerbus-neuenkirchen-hk.de.

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