Die Kirchturmuhr steht still

In Neuenkirchen ist es laut St. Bartholomäus derzeit immer 8.21 Uhr

Die Kirchturmuhr steht still

Daß auf dem Dorf die Zeit stehen geblieben ist, ist ein Satz, der häufiger im Zusammenhang mit kleinen Ortschaften fällt. Für Neuenkirchen scheint das derzeit auch zu gelten: Seit Montag, den 3. Juni, zeigt die Turmuhr der St.-Bartholomäus-Kirche nicht mehr die richtige Zeit an, sondern verweilt auf „8.21 Uhr“. Das ist vielen Neuenkirchenern aufgefallen, und so gingen bei den Mitarbeitern der Kirchengemeinde etliche Anfragen und Hinweise ein. „Es fällt auf, daß sie nicht geht. Man orientiert sich doch so dran!“, zitiert Pastorin Maren Zerbe eine Anwohnerin. „Auch Kindergarten-Kinder, die zurzeit ihre Waldwochen rund um die Kirche verbringen, stören sich an der nicht funktionierenden Uhr“, weiß die Pastorin.

Glücklicherweise sei kein akutes technisches Problem Grund für diesen „Stillstand“: „Vielmehr hat der Kirchenvorstand entschieden, für eine Woche bis Pfingsten die Kirchturmuhr anzuhalten.“ Damit solle symbolisch darauf hingewiesen werden, wie es wäre, wenn die Turmuhr nicht mehr funktionierte. Turmuhr und Läutewerk liefen zwar derzeit noch zuverlässig, jedoch wäre in absehbarer Zeit mit Störungen zu rechnen. „Daher ist eine Sanierung der Turmuhr und des Läutewerks erforderlich“, erklärt Zerbe.

Diese Maßnahme ist für 2020 geplant. „Bis dahin hat die Gemeinde die Aufgabe, einen Teil der Reparaturkosten selbst aufzubringen, in Ergänzung zu Zuschüssen des Kirchenkreises“, betont die Pastorin. Und daher versucht die Gemeinde nun, die Bürger auf das Vorhaben und die benötigten finanziellen Mittel hinzuweisen.

„Frisch gedruckt ist eine Foto-Postkarte mit der St.-Bartholomäus-Turmuhr. Sie wird ab Pfingsten verteilt“, ergänzt die Pastorin, Diese Postkarte soll, ebenso wie die angehaltene Kirchturmuhr, auf die anstehende Reparatur hinweisen. Das Geläut für die Gottesdienste am Pfingstfest sowie die Sterbeglocke zur Bekanntgabe von Verstorbenen ist von der Hinweis-Aktion nicht betroffen.

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