Julian Schäfer übergibt an Maurice Baier

Der neue Neuenkirchener Kartoffelkönig steht fest / Besucher erleben buntes Programm auf dem Schröers-Hof

Julian Schäfer übergibt an Maurice Baier

Drei Jahre dauerte coronabedingt die Amtszeit von Kartoffelkönig Julian Schäfer, nun übergab er die Insignien an seinen Freund und Nachfolger Maurice Baier. Der 23-jährige arbeitet bei der Firma IEE im Industriepark Walsrode, er absolviert dort eine Ausbildung. Von Kartoffeln versteht er in jedem Fall, dass diese sehr gut schmecken - mit der Landwirtschaft verbinde ihn bislang nicht ganz so viel, gab es kurz nach seiner Krönung zu. Allerdings werde sich das nun ändern, „ich freue mich schon sehr auf den Besuch etwa der Grünen Woche“, so der frisch ernannte Kartoffelkönig.

Er habe noch nicht so viel Übung wie sein Vorgänger, daher habe er seine kurze Rede vorbereitet, so Baier. Er werde Botschafter für Neuenkirchen werden, zumal er die Kartoffel liebe, seine Lieblingssorte sei die Linda. Vollzogen wurde der formale Akt der Krönung von Bürgermeister Carlos Brunkhorst, der dem neuen Amtsinhaber herzlich gratulierte. Zuvor hatte er die Verabschiedung von Vorgänger Julian Schäfer übernommen. „Ich danke dir, Julian, dass du drei Jahre Neuenkirchen, unsere Region und eben auch das Produkt aus unserer Region, die Kartoffel, bekannt gemacht hast“, wandte er sich an den scheidenden König. Dieser habe allerdings viele Möglichkeiten, die im Regelfall mit dem Amt verbunden sind, nicht nutzen können, „wir wollen diese drei Jahre so nicht wiederholten“, betonte er. „Ich danke Carlos, der das Vertrauen in mich gesetzt hat, meiner Freundin und vor allem meiner Mutter“, wandte sich dann auch Julian Schröder an seine Gäste.

Die Krönung war der Höhepunkt des zweitägigen 29. Kartoffelfest, welches auch in diesem Jahr gute 2.800 Besucher verzeichnen konnte, trotz einiger Regenschauer. Das Fest fand wie gewohnt rund um den Schröers-Hof in Neuenkirchen statt. Die offizielle Eröffnung des Festes, welches von der Heidetouristik mit gut 100 ehrenamtlichen Helfern gestemmt wird, erfolgte durch Bürgermeister Carlos Brunkhorst und dem zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Kartoffelkönig Julian Schröder. Die Bispinger Band EFI sorgte für Stimmung auf dem Gelände. Neben dem Kunsthandwerkermarkt servierten die Landfrauen selbstgebackenen Kuchen und frisch gekochten Kaffee. An diversen Stände gab diverse Kartoffelspezialitäten zu essen, lange Schlangen zeugten von der guten Qualität des Angebots.

Als Alleinstellungsmerkmal des Festes benannte Nadja Leinecker-Wendt, Heidetouristik-Chefin, die große Anzahl an ehrenamtlichen Helfern. Bauer Ulli alias Ulli Baden berichtete am Rande, dass es allerdings immer schwieriger werde, ausreichend Helfer zu finden. Helfend vor Ort waren die Feuerwehrleute aus Neuenkirchen, die den Brandschutz des Festes sicherstellten. Die Ortsfeuerwehren Brochdorf, Gilmerdingen-Leverdingen und Behningen, hatten sich zudem bereit erklärt, das Eintrittsgeld zu kassieren. Für Musik und Abwechslung sorgten die „Stichter Deerns“, „Zwen und die Band“ und die Tänzer der Hollenstedter Volkstanzgruppe, außerdem kamen einige Gastmajestäten vorbei: Neben der Heidekönigin waren die frisch gekürte Steinbecker Erntekönigin Rike I. sowie die Kirschblütenkönigen und die Pellkartoffelkönigin angereist.

Text und Fotos: Judith Tausendfreund

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