Neuer Pastor für St. Bartholomäus

Neuenkirchen: Matthias Winkelmann folgt auf Cornelia Möller

Neuer Pastor für St. Bartholomäus

„Man muss auch manchmal Glück haben“, meint Anke von Fintel. Worüber sich die Kirchenvorstandsvorsitzende von St. Bartholomäus hier freut: Neuenkirchen hat jetzt mit Matthias Winkelmann einen neuen Pastor bekommen - und das innerhalb eines guten halben Jahres. Im Gottesdienst mit Superintendent Dr. Michael Blömer am kommen Sonntag, dem 7. März, um 10 Uhr wird er in sein Amt eingeführt. Alle Plätze sind hier allerdings schon vergeben.

Winkelmann verstärkt das Team mit einer vollen Stelle, während Pastorin Maren Zerbe weiterhin eine halbe Stelle besetzt. Wie von Fintel betont, sei die Freude groß, „weil keiner geglaubt hat, dass wir so schnell jemanden für die Stelle finden.“ Die hatte Pastorin Cornelia Möller rund acht Jahre innegehabt, bevor sie sich Mitte September 2020 verabschiedete, um eine Pfarrstelle im italienischen Mailand zu übernehmen. Für ihren Nachfolger hatte sie übrigens ein besonderes Geschenk hinterlassen: einen Staffelstab, den sie selbst von ihrem Vorgänger Dieter Wingert, 23 Jahre lang Pastor in Neuenkirchen, erhalten hatte.

Noch im Oktober las Winkelmann die Stellenausschreibung, ging auf die Homepage der Neuenkirchener Kirchengemeinde und entdeckte dort mit Zerbe eine Kommilitonin aus Studienzeiten in Marburg: „Ich habe zu ihr Kontakt aufgenommen, und zwei Tage später haben wir uns schon mit Frau von Fintel und zu einem informellen Gespräch mit dem Kirchenvorstand getroffen.

Die anschließende Bewerbung beim Landeskirchenamt um die Stelle war erfolgreich. Und nachdem Winkelmann auch bei einem ersten Gottesdienst am zweiten Weihnachtstag 2020 eine gute Figur gemacht hatte, war die Sache perfekt - mit Antritt der Stelle zum 1. März. Eine Wohnung in Neuenkirchen hat der Theologe auch schon gefunden, wobei sein Umzug keine Weltreise ist: Seit 16 Jahren ist der 47-jährige, der auf einem Bauernhof bei Hankensbüttel aufgewachsen ist, als Pastor in Bergen tätig.

Direkt an der Wiege wurde Winkelmann diese Profession wohl nicht gesungen, aber einige Zeit später dann offensichtlich schon: Wie er berichtet, hätten sein Opa und später auch Freunde aus Kinder- und Jugendtagen gemeint: „Du wirst mal Pastor.“ Am Ende lagen sie richtig damit: „Zuerst aber habe ich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht, hatte da aber schon Kontakt zu Theologiestudenten“, erinnert sich Winkelmann. „Irgendwann war dann klar, dass ich Theologie studiere.“ Auf Studienjahre in Marburg, Wien und Leipzig folgte das Vikariat in Godshorn (Langenhagen) und die erste Pfarrstelle in Bergen.

Nach so vielen Jahren dort, so der 47-jährige, sei es mal Zeit für einen Tapetenwechsel gewesen. Also für die St. Bartholomäusgemeinde mit ihren rund 3.300 Menschen. Hier möchte Winkelmann seinen Schwerpunkt vor allem auf Erwachsenen- und Seniorenarbeit legen und betont: „Die Begegnung mit Menschen ist mir wichtig.“ Demgegenüber legt Zerbe ihren Fokus auf Kinder- und Konfirmandenarbeit: „Aber natürlich gibt es auch Verzahnungen zwischen diesen Bereichen“, so die Pastorin.

Corona macht die Arbeit der Pastoren auch in Neuenkirchen nicht leichter. Nach wie vor aber gibt es regelmäßig Gottesdienste in St. Bartholomäus, „weil die Kirche so groß und die Teilnehmerzahl auf 45 begrenzt ist, geht das“, weiß von Fintel. So predigt Winkelmann am 28. März sowie am 1., 4., 11. und 25. April. Zu welchen Gottesdiensten man sich eventuell vorher online anmelden muss, ist im Gemeindebrief oder auf der Homepage unter www.kirchengemeinde-neuenkirchen.de nachzulesen.

Über die Gottesdienste hinaus, so von Fintel weiter, sehe es coronabedingt schwierig mit der Gemeindearbeit aus: „Wir stehen quasi am Scheideweg: Es stellt sich die Frage, wie wir weitermachen, wenn wieder etwas geht. Das müssen wir vor den Sommerferien noch einmal intensiv und in Ruhe gemeinsam durchdenken.“

Auch wenn, wie Zerbe erläutert, etwa die Teamer-Ausbildung gerade digital laufe, bestehe Handlungsbedarf: „Wir müssen insbesondere auch die Jugendarbeit in den Blick nehmen, denn durch Corona gehen uns ganze Jahrgänge verloren. All die Aktivitäten wie beispielsweise Freizeiten fallen ja weg. Wir müssen sehen, wie wir uns aufstellen wollen und Verlorenes zurückgewinnen können“, unterstreicht von Fintel.

Jetzt aber steht zunächst Winkelmanns Einführungsgottesdienst im Mittelpunkt, dessen Plätze, wie gesagt, schon ausgebucht sind. Dazu von Fintel: „Leider können wir das nicht so feiern, wie wir es gern gemacht hätten. Aber wir werden das zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

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