Polizei verhaftet 20jährigen

Ergebnisse im Doppelmordfall von Neuenkirchen

Polizei verhaftet 20jährigen

Verhaftung im Doppelmordfall von Neuenkirchen: Offensichtlich sind die Ermittler jetzt ein ganzes Stück weitergekommen, denn sie konnten einen 20jährigen festnehmen. Das hat am heutigen Donnerstag die Staatsanwaltschaft Lüneburg mitgeteilt.

Am Montag, dem 27. Juli, wurde das pensionierte Lehrerehepaar Annegret und Kurt G. in seinem Haus im Neuenkirchener Lohweg durch Einwirkung stumpfer Gewalt getötet. Ein drittes Opfer, eine 56jährige Frau, wurde schwer verletzt vor dem Gebäude aufgefunden. Zudem wurde das Haus des Ehepaares angezündet (HK berichtete).

Zur Aufklärung des Verbrechens wurde bei der Polizeiinspektion (PI) Heidekreis in Soltau die Mordkommission „Lohweg“ eingesetzt - und deren Arbeit trägt jetzt offenbar Früchte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg habe das Amtsgericht Soltau am heutigen Donnerstag, dem 13. August, Haftbefehl gegen einen Zwanzigjährigen wegen des Doppelmordfalles von Neuenkirchen erlassen: „Der Beschuldigte wurde bereits festgenommen. Er soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden“, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Gegen den 20jährigen hatte sich bereits unmittelbar nach der Tat ein Anfangsverdacht ergeben: „Auf der Grundlage der intensiven Ermittlungen der Polizeiinspektion Heidekreis und der Staatsanwaltschaft Lüneburg ist er nunmehr dringend verdächtig, am 27. Juli 2020 in Neuenkirchen einen 70 jährigen Mann und seine 69jährige Ehefrau durch massive Gewalteinwirkung auf Kopf und Körper getötet und eine weitere 56jährige Frau in Tötungsabsicht in gleicher Vorgehensweise schwer verletzt zu haben. Zudem ist er dringend verdächtig, sodann das Wohnhaus der Getöteten in Brand gesetzt zu haben“, so die Staatsanwaltschaft weiter.

Der Beschuldigte habe sich zeitweise im nachbarschaftlichen Umfeld der Opfer aufgehalten: „Derzeit wird davon ausgegangen, dass er aufgrund einer finanziellen Schieflage versuchte, von den Getöteten Geld zu erlangen. Die schwer verletzte Frau konnte aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes immer noch nicht umfassend vernommen werden.“

Da die Ermittlungen zum konkreten Tatablauf sowie zu den genauen Hintergründen der Tat andauerten, gebe es derzeit keine weitergehende Auskünfte, so die Staatsanwaltschaft.

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