Schülerinnen und Schüler führen durch ihre Ausstellung „Memory“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

An diesem und am kommenden Wochenende gewähren junge Künstlerinnen und Künstler beim Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen Einblick in Materialien, Ideen und Entstehungsprozesse

Schülerinnen und Schüler führen durch ihre Ausstellung „Memory“

An diesem und am kommenden Wochenende, am 14. und 15. Februar sowie 21. und 22. Februar, führen Schülerinnen und Schüler des des Kunst-Leistungskurses des Gymnasiums Soltau jeweils um 15 Uhr durch die Ausstellung „Memory“ beim Kunstverein Sprighornhof in Neuenkirchen. Im Gespräch mit den Gästen gewähren sie Einblick in Materialien, Ideen und Entstehungsprozesse. Im Zentrum der Ausstellung „Memory“ steht die Auseinandersetzung mit Erinnerung als subjektivem, bruchstückhaftem und zugleich identitätsstiftendem Prozess. Ausgehend von der Kindheit als prägendem Erfahrungsraum entfaltet sich ein Spannungsfeld zwischen nostalgischer Verklärung, kritischer Distanz und dem Übergang ins Erwachsenwerden (HK berichtete).

Gezeigt werden plastische Arbeiten, Objekte sowie raumgreifende Installationen, die zur sinnlichen Erfahrung, zum Mitmachen und zur persönlichen Reflexion einladen. Spielerische, farbintensive Elemente treffen auf reduzierte, fragmentarische Formen und eröffnen unterschiedliche Ebenen von Wahrnehmung und Erinnerung. Ergänzt werden die Arbeiten durch Kinderzeichnungen aus privaten Archiven der Schülerinnen und Schüler, die in einen dialogischen Austausch mit den aktuellen künstlerischen Positionen treten.

Beteiligt sind die Klassen 10F und 10S2 sowie der Kunst-Leistungskurs der Jahrgänge 12 und 13. In Zusammenarbeit mit der Kunstvermittlerin des Kunstvereins Springhornhof Karin Haenlein entstand das Projekt ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit einer Ausstellung des Bildhauers Thomas Rentmeister im Kunstverein Springhornhof. Seine Materialästhetik und experimentellen Raumkonzepte bildeten die Grundlage für eigene künstlerische Untersuchungen und Installationen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind architektonische Hausbootmodelle, die von den beiden zehnten Klassen entwickelt wurden. Diese eröffnen eine surreale Miniaturwelt zwischen Spiel, Utopie und gestalterischer Vision und verweisen auf alternative Wohn- und Lebensformen.

Die Ausstellung ist noch bis 22. Februar dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Das Projekt „Memory“ wurde mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins des Gymnasiums Soltau realisiert und versteht sich als Beispiel zeitgemäßer Kunstvermittlung am außerschulischen Lernort Neuenkirchen. Das Vermittlungsprogramm des Kunstvereins wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.