Gute Heideblüte erwartet

VNP-Stiftung Naturschutzpark prognostiziert lila Pracht

Gute Heideblüte erwartet

„In Hinblick auf ihre Hochblüte wird sich die Heide auch in diesem Jahr wieder perfekt an das Drehbuch halten“, prognostiziert die VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide optimistisch. Obwohl sich bereits seit einigen Wochen erste blühende Exemplare der Besenheide gezeigt hätten, „ist erst in diesen Tagen in einigen Bereichen ein flächenhafter lila Schimmer zu beobachten. Die Hochblüte wird somit wieder in die Phase vom 8. August bis zum 9. September fallen.“

Ein kalter und niederschlagsarmer Frühling hatte zunächst für einige Kopfschmerzen in Sachen Heideblüte gesorgt: Die Pflanzen konnten bei den geringen Temperaturen zunächst nur kurze Triebe ausbilden. Auch die innerhalb der Heide wachsenden Gräser entwickelten sich nur langsam, so dass den Schnuckenherden in den meisten Heideflächen ausreichend Zeit für einen Verbiss blieb, bevor die Samenstände vertrockneten und kaum noch gefressen wurden.

Anders als in den meisten Jahren ergaben sich im weiteren Jahresverlauf dann recht günstige Wachstumsbedingungen. Das anfangs trockene Frühjahr wurde von den ersten Sommerwochen mit ergiebigen Regenfällen abgelöst. Die Besenheide honorierte dieses Wasserangebot mit einem kräftigen Blütentrieb, der in der grasarmen Heide sehr gut zur Geltung kommen wird. Durch die langjährigen intensiven Pflegemaßnahmen der VNP-Stiftung Naturschutzpark - besonders in Form von Plagg- und Schopperflächen - finden sich in allen Bereichen des Naturschutzgebietes rund um den Wilseder Berg schöne Blühareale. Knapp 5.000 Hektar Heideflächen liegen zwischen Schneverdingen und Egestorf, Hanstedt und Behringen. Ein Wegenetz von 400 Kilometern Wander- und 300 Kilometern Reitwegen laden dazu ein, das einmalige Ereignis der Heideblüte zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Pferd oder Kutsche zu erleben.

Ein sehr schöner Wanderweg führt vom Parkplatz Niederhaverbeck über Heidetal zum Wilseder Berg, der mit 169,2 Metern die höchste Erhebung im norddeutschen Tiefland darstellt. Auch Wilsede im Herzen des Naturschutzgebietes ist einen Ausflug wert. Unter alten Eichen und Buchen ruhen die alten Heidehäuser, umgeben von Steinmauern aus Findlingen. In Wilsede befindet sich auch das Heidemuseum „Dat ole Hus“. Hier erfährt der Besucher, wie ein Bauernhof zur Zeit der Heidebauernwirtschaft eingerichtet war und wie die Menschen dort lebten. Das Museum ist in der Saison täglich von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen. Weitere malerische Wege führen rund um den Hof Tütsberg, in der Schneverdinger Osterheide oder auf dem Hanstedter Töps durch besonders attraktive Bereiche des Naturschutzgebietes.

Nähere Informationen zum Naturschutzgebiet Lüneburger Heide und die Arbeit des Vereins Naturschutzpark sowie seiner VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide gibt es auch unter www.verein-naturschutzpark.de oder www.stiftung-naturschutzpark.de.

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