Zwei Fohlen bei der VNP-Herde

Dülmener Pferde pflegen im Naturschutzgebiet Bachtäler und Grünflächen

Zwei Fohlen bei der VNP-Herde

Die VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide ist stolz auf besonderen tierischen Nachwuchs: Zwei Fohlen bei den Dülmener Pferden verstärken die Landschaftspflege-Herde vom Hof Tütsberg.

Auf der Pferdekoppel im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide herrscht Aufregung: Zwei muntere Fohlen toben zwischen den Stuten. Dr. Heike Brenken, Zuchtleiterin für die Dülmener Pferde bei der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, freut sich sehr über den vierbeinigen Nachwuchs. Ein Hengst- und ein Stutfohlen sind kurz vor Ostern auf die Welt gekommen. Das Hengstfohlen bekommt den Namen „Fidibus“, das Stutfohlen heißt in Anlehnung an Mutterstute „Mignonne“ nun „Minou“.

Die Dülmener Pferde pflegen im Naturschutzgebiet vor allem die Bachtäler und die großen weiten Grünlandflächen. Dort halten sie mit ihrem extrem großen Appetit die Vegetation kurz von störenden Gehölzen. „Ihre zahlreichen Pferdeäpfel wimmeln von Insekten und ernähren damit die Küken vieler Bodenbrüter. Birkhuhn, Großer Brachvogel und Kiebitz profitieren sehr von ihren großen vierbeinigen Nachbarn“, erläutert Steffen Albers vom VNP.

Die Dülmener Pferde bilden dabei eine Schicksalsgemeinschaft mit den Vögeln, deren Lebensraum sie schon seit 2004 pflegen. Ähnlich wie Birkhuhn und Co. sind auch die Dülmener Pferde massiv vom Aussterben bedroht. Auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen werden sie in der Kategorie I „extrem gefährdet“ geführt. Deutschlandweit waren 2019 nur 37 Zuchtstuten der Rasse Dülmener Pferd registriert, elf davon gehören zur Zuchtherde des VNP. „Die Zahl der Fohlen war 2019 leider wieder stark rückläufig“, so Albers weiter. Umso mehr freue sich der VNP über den Nachwuchs: „Ein kleiner Beitrag zum Erhalt der einzigen deutschen Kleinpferderasse und etwas Hoffnung gegen das Aussterben dieser außergewöhnlichen Pferde“.

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