Der Wildpark Lüneburger Heide stellt die Weichen für die kommenden Jahre: Bis zum Frühjahr 2027 investiert der Park in Nindorf-Hanstedt mehrere Millionen Euro in gleich mehrere große Projekte. „Im Mittelpunkt stehen ein völlig neues Spielerlebnis für kleine Besucherinnen und Besucher, die umfassende Sanierung und Neuausrichtung des Hauptrestaurants sowie der Bau eines modernen Funktionsgebäudes für die Mitarbeitenden. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und eine langfristige Weiterentwicklung des Wildparks bilden dabei den roten Faden“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Eines der sichtbarsten Projekte wird dort entstehen, wo sich heute der große Abenteuerspielplatz befindet. Unter dem Namen „Willis Wilde Welt“ entwickelt der Wildpark eine neue und in dieser Form einzigartige Spielwelt für kleine und große Besucher. Weitere Details zur neuen Erlebniswelt werden in den kommenden Monaten nach und nach bekannt gegeben, aber so viel verrät das Unternehmen bereits: „Viele der bestehenden Spielgeräte des heutigen Abenteuerspielplatzes bleiben dem Wildpark dabei erhalten. Sie werden demontiert und an anderen Stellen im Park wieder aufgebaut, sodass zusätzliche Spielmöglichkeiten entstehen und bewährte Elemente weiter genutzt werden können.“
Parallel dazu wird das Hauptrestaurant des Wildparks grundlegend saniert und neu aufgestellt: „Dabei geht es um weit mehr als eine optische Modernisierung. Das Gebäude wird energetisch umfassend ertüchtigt, unter anderem mit moderner Dämmung und einer neuen Wärmepumpenanlage“, heißt es in der Mitteilung. Auch im Innenbereich beginne eine neue Ära: „Der rustikale Charme vergangener Jahrzehnte weicht einer modernen, warmen und zeitgemäßen Atmosphäre.“ Die Arbeiten am Restaurant und an „Willis Wilder Welt“ sollen bis Mitte März abgeschlossen sein.
Ein weiteres großes Zukunftsprojekt entsteht hinter den Kulissen. Auf rund 1.000 Quadratmetern Fläche baut der Wildpark ein zweigeschossiges Funktionsgebäude mit Satteldach. „Es wird künftig zentrale Arbeitsbereiche des Parks unter einem Dach zusammenführen“, so das Unternehmen. „Geplant sind moderne Büros, Umkleidebereiche und eine Kantine für die Mitarbeitenden ebenso wie Lagerflächen und Arbeitsräume für die Tierpflege.“ Auch Wildpark-Chef Alexander Tietz wird mit seinem Büro in das neue Gebäude einziehen.
Der Neubau reagiert auf eine Entwicklung, die für Besucherinnen und Besucher kaum sichtbar ist: „Der Wildpark ist über viele Jahre gewachsen. Mit diesem Wachstum sind auch die Aufgaben, Teams und betrieblichen Anforderungen größer geworden. Die bisherige Infrastruktur wird diesen Anforderungen inzwischen nicht mehr in allen Bereichen gerecht. Das neue Funktionsgebäude ist deshalb ausdrücklich auch eine Investition in die Mitarbeitenden und in die langfristige Leistungsfähigkeit des Wildparks.“ Bei der Planung spiele laut Wildpark die Energieversorgung eine zentrale Rolle: „Das neue Gebäude wird energetisch auf einen modernen Standard gebracht und mit Photovoltaikanlagen sowie einem Stromspeicher ausgestattet. Auch darüber hinaus beschäftigt sich Tietz intensiv mit der Frage, wie der Wildpark seine Infrastruktur zukunftsfähig weiterentwickeln kann. Mittelfristig soll unter anderem auch der Fuhrpark stärker elektrifiziert werden. Das langfristige Ziel: den Verbrauch fossiler Ressourcen weiter reduzieren und die Energieversorgung des Parks Schritt für Schritt nachhaltiger und unabhängiger gestalten.
„Wir investieren ganz bewusst in die Zukunft des Wildparks – in ein besonderes Erlebnis für unsere Gäste, in moderne und nachhaltige Infrastruktur und vor allem auch in gute Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Der Wildpark ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, unsere Strukturen mitwachsen zu lassen. Dabei wollen wir nicht nur moderner, sondern auch energieeffizienter und unabhängiger von fossilen Ressourcen werden“, fasst Tietz zusammen.