Mit Anhaltekelle und Erste-Hilfe-Tasche: Editha Sund sorgt für mehr Sicherheit

64jährige ehrenamtlich als Verkehrshelferin in Oerrel tätig

Mit Anhaltekelle und Erste-Hilfe-Tasche: Editha Sund sorgt für mehr Sicherheit

Es hat sich ausgezahlt, dass Torsten von Scheffer, Ortsvorsteher in Oerrel, am Ball geblieben ist: Bis vor gut zwei Jahren hatte ein Ehepaar ehrenamtlich dafür gesorgt, dass an der Bushaltestelle der stark befahrenen Bundesstraße 71 Kinder, die den Schulbus nutzen, sicher über die Straße kommen. Nachdem das Ehepaar aus Munsters Ortsteil Oerrel weggezogen war, hatte sich von Scheffer vergeblich um Nachfolger bemüht. Nun hat es geklappt: Mit Editha Sund gibt es eine neue Verkehrshelferin. Sie hat sich von der Verkehrswacht Munster-Bispingen in diese Tätigkeit einweisen lassen und sorgt neuerdings ehrenamtlich für Sicherheit an der Bushaltestelle.

Die B 71 ist eine stark frequentierte Straße in Oerrel zwischen Uelzen und Soltau. Aus beiden Richtungen fahren Autos, Lastwagen, Motorräder und Traktoren durch den Ort und somit an der öffentlichen Bushaltestelle vorbei. In den Morgenstunden stehen zahlreiche Schulkinder an der Haltestelle , um in den Schulbus einzusteigen. Ortsbürgermeister von Scheffer und Bodo Rockmann von der Verkehrswacht hatten bisher vergeblich bei Veranstaltungen um neue Verkehrshelfer im Ort geworben. Glücklicherweise fiel der 64jährigen Editha Sund ein entsprechendes Info-Schreiben in die Hände. Die Oerrelerin, selbst Mutter von drei Kindern und Oma von sechs Enkeln, meldete sich schließlich beim Ortsbürgermeister und bot ihre Hilfe an. Der Kontakt zur Verkehrswacht war schnell hergestellt. Bodo Rockmann als ehemaliger Polizeibeamter und langjähriger Ausbilder von Schülerlotsen und Verkehrshelfern übernahm die theoretische und praktische Einweisung der Freiwilligen. Sie trägt bei ihrer Tätigkeit die auffällige Verkehrshelferkleidung und ist zudem mit einer eine Anhaltekelle und einer Erste-Hilfe-Notfalltasche ausgestattet. Damit verrichtet sie nun in den frühen Morgenstunden an der Bushaltestelle ihren Dienst.

Ihre ersten Kontakte mit den Schulkindern und den Busfahrern seien „überaus positiv“ gewesen, berichtete die engagierte Hausfrau ihrem Ausbilder Rockmann und dem stellvertretenden Vorsitzenden und Geschäftsführer der Verkehrswacht Munster-Bispingen, Martin Rettmer. Negativ sei ihr indes das Verhalten einiger Autofahrerinnen und Autofahren aufgefallen. So gebe es tatsächlich Verkehrsteilnehmer, die trotz des vom Busfahrer eingeschalteten Warnblinklichts und der eindeutigen Verkehrszeichen „ordnungswidrig und in gefährlicher Weise links am Bus und der Überquerungshilfe vorbeifahren.“

„Wir danken Frau Sund sehr für ihre Bereitschaft und hoffen nun, dass wir in Oerrel noch eine zusätzliche Person zur Unterstützung finden“, so Rettmer: „Auch an anderen entsprechenden Orten in Bispingen und Munster würden wir sehr gern Verkehrshelfer einsetzen“, betont der Geschäftsführer. „Wir als Verkehrswacht stehen auf jeden Fall zur Verfügung, man kann sich an uns wenden.“ Sollte es aufgrund der bevorstehenden Fortsetzung der Arbeiten am Dethlinger Teich wieder zu einer Vollsperrung der Bundesstraße kommen, wird die neue Verkehrshelferin an der provisorischen Haltestelle in der Kohlenbissener Straße für Sicherheit sorgen, dann vielleicht zusammen mit einer weiteren Helferin oder einem weiteren Helfer.

Logo