„Katze und Kauz“ in windstillen Mondnächten auf die Schliche kommen

NABU Heidekreis lädt für den 12. März zur „NachtnaTOUR“ ein

„Katze und Kauz“ in windstillen Mondnächten auf die Schliche kommen

Als erste Veranstaltung in diesem Jahr lädt der Naturschutzbund Heidekreis für Sonnabend, 12. März, alle Interessierten zu einer „NachtnaTOUR“ in Frankenfeld bei Rethem ein, in deren Mittelpunkt Eulen und Wildkatzen stehen. Ziel der etwa zweieinhalbstündigen kostenlosen Führung ist der Frankenfelder Bruch bei Rethem, ein naturnaher Mischwald mit dichtem Unterwuchs und einem hohen Anteil an Alt- und Tothölzern, der inmitten eines ausgedehnten Waldgebietes zwischen Frankenfeld und Lichtenhorst liegt.

Während es sich die meisten Menschen daheim am Kamin gemütlich machen, gehen die Jäger der Nacht auf Beutefang. Im fahlen Licht des Mondes lauert ein Fuchs vor einem Mauseloch, ein Käuzchen gleitet lautlos durch das Geäst und ein Wolf läuft im geschnürten Trab am Waldrand entlang. Am Tage weisen vor allem Spuren wie Gewölle, Losungen, Bauten und Fährten auf die Anwesenheit der dämmerungs- und nachtaktiven Beutegreifer hin. Die besten Chancen, eine der heimischen Eulen und Käuze zu Gesicht oder zumindest zu Gehör zu bekommen, hat man in klaren, windstillen Mondnächten während der Paarungszeit von Ende Februar bis Mitte März. Bei Einbruch der Dämmerung lässt unsere kleinste Eule, der Sperlingskauz, seinen Reviergesang aus aneinandergereihten „djü“-Rufen ertönen und wenn es dunkel ist, schallt das unheimliche „Huuuu-hu-huu“ des Waldkauzes durch den Wald.

Geräuschlos und nahezu unsichtbar schleicht ein weiterer Waldbewohner durch das Unterholz reich struk­turierter Mischwälder, geht in der Dämmerung am Waldessaum und auf Lichtungen auf Mäusejagd: Die europäische Wildkatze, die in Deutschland im 18. und 19. Jahrhundert durch gnadenlose Verfolgung nahezu ausgerottet wurde, kehrt auf Samtpfoten in ihre Hei­mat zurück und hinterlässt dabei so wenige Spuren, dass man sie fast für ein Phantom halten könnte.

Wer erfahren möchte, wie man der heimlichen Einzelgängerin trotzdem auf die Schliche kommen kann und einen Einblick in ihre Lebensweise bekommen möchte, sollte sich um 17.30 Uhr am Treffpunkt in Frankenfeld einfinden. Am alten Bahnhof geht es nach links in den Heidweg bis zur T-Kreuzung am Waldrand. Infos und Anmeldung: Dr. Antje Oldenburg, Telefon (05164) 801113.

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