Großbrand: Rund 120 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen

Größeres Nebengebäude auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Schneeheide brannte lichterloh

Großbrand: Rund 120 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen

Mehrere Notrufe gingen am vergangenen Donnerstag, 9. September, gegen 13.13 Uhr bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Heidekreises ein. Im Walsroder Stadtteil Schneeheide kam es aus noch nicht geklärter Ursache zu einem größeren Feuer. Noch bevor die ersten Einsatzkräfte eintrafen, wurde die Alarmstufe auf „Großbrand“ erhöht.

„Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte brannte ein größeres Nebengebäude auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten auf das benachbarte Wohnhaus überzugreifen. Eine weithin sichtbare Rauchsäule stieg von der Einsatzstelle auf. Die Bewohner des Anwesens blieben glücklicherweise, bis auf einen gehörigen Schrecken, unversehrt“, berichtet Thomas Klamet, stellvertretende Pressesprecher der Feuerwehren der Stadt Walsrode.

Da die Wasserversorgung an dem etwas abgelegenen Gehöft nicht ausreichte, um die massiven Brandbekämpfungsmaßnahmen zu bedienen, wurden vom Einsatzleiter, Stadtbrandmeister Michael Schlüter, weitere Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen alarmiert, die Wasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle fuhren. Ein Landwirt habe mit einem 10.000 Liter fassenden Wasserfass bei den Einsatzmaßnahmen wertvolle Hilfe geleistet, so Klamet: „Zur Brandbekämpfung kamen neben mehreren handgeführten Strahlrohren auch die beiden Hubrettungsfahrzeuge aus Walsrode und Bad Fallingbostel zum Einsatz.“

Da die Löscharbeiten unter Atemschutz erfolgten, wurden die Feuerwehrkräfte sanitätsdienstlich vom Deutschen Roten Kreuz abgesichert. Die Versorgung mit Getränken stellte der Arbeiter-Samariter-Bund sicher, der den Einsatzkräften auch eine Ruhezone zur Verfügung stellte.

Weil Teile des Daches mit Asbestfaserzementplatten gedeckt waren, „war“, berichtet der stellvertretende Pressesprecher, „eine gründliche Reinigung und Dekontamination der eingesetzten Atemschutztrupps und deren Materialien unerlässlich.“

Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte von den Feuerwehren Fulde, Benzen, Walsrode, Stellichte, Krelingen, Hollige, Kirchboitzen, Klein Eilstorf, Bomlitz, Bad Fallingbostel, Bierde, Hodenhagen und der Werkfeuerwehr des Industriepark Walsrode eingesetzt. Hinzu kamen weitere Kräfte vom Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Polizei und den Stadtwerken Böhmetal.

Nach knapp vier Stunden hatten die Einsatzkräfte das Feuer soweit unter Kontrolle, dass ein Großteil der Einsatzkräfte abrücken konnte. Klamet: „Die Nachlöscharbeiten wurden von den Feuerwehren aus Benzen und Fulde übernommen. Dabei kam auch ein Radlader zum Einsatz.“

Laut Polizeibericht ist das Feuer bei Dacherneuerungsarbeiten durch Mitarbeiter einer Firma an der hölzernen Scheune entstanden. „Das etwa 15 mal 25 Meter große Gebäude diente unter anderem als Unterstellmöglichkeit für Anhänger, landwirtschaftliche Maschinen und einen Trecker. Der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt“, so ein Polizeisprecher.

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