Wohnhaus brennt

165 Einsatzkräfte auf den Beinen / Feuerwehrleute können Übergreifen der Flammen mit vereinten Kräften verhindern

Wohnhaus brennt

Aus noch nicht geklärter Ursache geriet am Abend des 26. Juni ein Wohngebäude in Schneeheide in Brand, das gerade renoviert wird. Gegen 21.30 Uhr entdecken Autofahrer auf der Bundesstraße 209 das Feuer und wählten den Notruf.

Wegen der Vielzahl an Notrufen alarmierte die Leitstelle mit dem Alarmstichwort „Feuer 3 – Dachstuhlbrand“ gleich eine große Anzahl an Einsatzkräften der Feuerwehren Fulde, Walsrode, Benzen und Hollige sowie die Hygienekomponente aus Bomlitz und die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr. Mit einem massiven Wassereinsatz über handgeführte Strahlrohre und unter Einsatz der Drehleiter bekämpften die Feuerwehrleute umgehend die Flammen, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude und den Rest des T-förmigen Wohngebäudes zu verhindern. „Da das Wohnhaus derzeit unbewohnt ist, kamen keine Personen zu Schaden“, berichtet Thomas Klamet, Pressesprecher der Feuerwehren der Stadt Walsrode.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger und weitere Kräfte für die Wasserversorgung vor Ort zu haben, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und forderte somit auch die Feuerwehren Kirchboitzen, Klein Eilstorf, Honerdingen und den Teleskopmast aus Bad Fallingbostel sowie den Abrollbehälter Atemschutz der Kreisfeuerwehr an. „Das Übergreifen der Flammen auf den nicht betroffenen Gebäudeteil und weitere Nebengebäude wurde verhindert“, so Klamet.

Zur Wasserversorgung, zusätzlich zu dem sich am Einsatzobjekt befindenden Hydranten, wurden mehrere hundert Meter Schlauchleitung in das Gewerbegebiet „A27 Park“ sowie zu einem Hydranten in der Ortschaft Schneeheide verlegt. Sehr aufwendig gestalteten sich laut Klamet die Löschmaßnahmen, „da das Dach mit Metallplatten gedeckt war und diese zuerst mittels Rettungssägen mechanisch geöffnet werden mussten, ehe das Wasser das Brandgut erreichen konnte.“

Diese Arbeiten wurden in der Nacht mit einem Bagger eines ortsansässigen Unternehmens mit einer Greifschaufel fortgesetzt, so dass von der Drehleiter aus die freigelegten Glutnester abgelöscht werden konnten. „Wertvolle Hilfe leistete dabei das Wärmebild der Drohne aus der Luft. Die medizinische Absicherung und die Versorgung der 165 Einsatzkräfte mit Getränken sowie Warm- und Kaltverpflegung wurde durch die Kreisbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes sichergestellt. Eine Feuerwehrfrau knickte während des Einsatzes um und wurde im Krankenhaus behandelt“, so der Pressesprecher.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Brandes aufgenommen. Die Bundesstraße 209 war im betroffenen Bereich bis zum Ende des Einsatzes gegen 4.30 Uhr für den Verkehr vollgesperrt.

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