14 Lokalpolitiker beim „Speed-Dating“

KGS Schneverdingen: Schülerinnen und Schüler haben viele Fragen

14 Lokalpolitiker beim „Speed-Dating“

Ein „Speed-Dating“, also ein schnelles Kennenlernen, der besonderen Art stand am vergangenen Montag in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Schneverdingen auf dem Programm. Knapp 170 Schülerinnen und Schüler aus allen Schulzweigen der KGS hatten im Zuge dieser Veranstaltung die Chance, 14 Politikerinnen und Politiker aus der Heideblütenstadt zu treffen und ihnen ihre bereits im Politikunterricht formulierten Fragen zu stellen. Davon machten die Jugendlichen rege Gebrauch. Sie stellten Fragen zu den verschiedensten Themen - von der Atomenergie über die „Fridays for Future“-Bewegung bis hin zu Angelegenheiten, die die Bürger aktuell vor Ort bewegen.

Die Schülergruppen von jeweils rund 14 Jugendlichen hatten die Möglichkeit, in 15 Minuten die Vertreter von SPD, CDU, Grünen, FDP und SWG zu treffen. Angesichts der vielen Fragen ging die Zeit sehr schnell vorbei und die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 8 bis 12 konnten sich ein Bild von den Frauen und Männern machen, die sich für Schneverdingen und Umgebung politisch engagieren. Für viele der Jugendlichen war es die erste Gelegenheit, mit Kommunalpoitikern in Kontakt zu kommen. Andererseits waren sich alle anwesenden Lokalpolitiker einig, dass sie selten die Möglichkeit haben, solch eine Vielzahl an jungen Menschen und potenziellen Wählern zu treffen und herauszufinden, was diese wirklich beschäftigt und dementsprechend deren Fragen zu beantworten.

Nicht nur die Bundespolitik ist wichtig, denn gerade vor Ort können die Jugendlichen, wenn ihr Interesse geweckt wurde, etwas bewegen. Gerade junge Menschen haben viele Anliegen und Interessen. Ihnen wurde beim „Speed-Dating“ daher auch mehrfach deutlich gemacht, dass politischer Nachwuchs gesucht wird und jeder, der wirklich etwas bewegen möchte, dies auch durchaus tun kann.

Die Rückmeldungen der Politikerinnen und Politiker nach den Gesprächen mit den Jugendlichen waren laut Schulleiter Mani Taghi-Khani äußerst positiv: „Sie waren allesamt der Ansicht, dass das Speed-Dating eine gelungene Veranstaltung gewesen ist, die auch gern wiederholt werden kann.“ Gerade in der heutigen Zeit sei es von großer Bedeutung, die jungen Menschen politisch zu bilden und den Kontakt zur Politik herzustellen beziehungsweise aufrecht zu erhalten, da die Stimmung teilweise in eine Gesinnung zu kippen drohe, die die Demokratie in Gefahr bringe.

Die Schülerinnen und Schüler, die bei diesem Treffen dabei waren, waren überwiegend sehr angetan von der Veranstaltung, die KGS-Lehrerin Katja Fesenbeck-Plotzki perfekt organisiert hatte. Sie dürften nun einen anderen Blick auf die Arbeit der Kommunalpolitiker haben, beziehungsweise auch eine Vorstellung davon, was diese Frauen und Männer leisten, da es sich bei ihnen in der Regel nicht um Berufspolitiker handelt.

Nach dem „Politik-Speed-Dating“ lautet das Fazi von Taghi-Khani: „Unsere Jugendlichen sind nicht per se unpolitisch, man muss ihnen nur die Gelegenheit geben, in den Kontakt mit der Politik zu kommen, um das vorhandene Interesse zu wecken und sie zu motivieren, sich politisch zu engagieren.“

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