30 Jahre Kita „Regenbogen“

Schneverdinger Kindergarten feiert runden Geburtstag

30 Jahre Kita „Regenbogen“

Es war ein warmer Herbsttag, als der evangelische Kindergarten „Regenbogen“ in Schneverdingen am 1. Oktober 1991 eröffnet wurde. Nun wird er 30 Jahre alt. Die heutige Leiterin Katrin Schröder war von an Anfang dabei und blickt auf drei Jahrzehnte zurück. In einer Mitteilung der Markusgemeinde Schneverdingen schildern sie und andere Weggefährten ihr Eindrücke.

Die Grundschule am Pietzmoor und das evangelische Gemeindehaus gab es schon – im Schneverdinger Stadtviertel „hinter der Bahn“. „Im Gemeindehaus gab es auch einen Spielkreis, aber die Nachfrage war riesig“, berichtet Gudrun Schewe – Pionierin von damals. So ging der Anstoß zur Gründung der Kita „Regenbogen“ von Pastor Paul Dalby aus – damals noch im Kirchenvorstand der Peter-und-Paul-Gemeinde. Mit der Kita sollte der Standort an der Heberer Straße in kommunaler wie kirchlicher Hinsicht attraktiver gemacht und gestärkt werden. Der Stadthagener Architekt Karl Herbst lieferte den Entwurf für das lichtdurchflutete Gebäude.

„Anfangs kamen die Kinder sogar aus dem ganzen Stadtgebiet in die drei Gruppen am Vormittag und die eine am Nachmittag“, erinnert sich Katrin Schröder, die zunächst als Erzieherin der Hasen- und der Tausendfüßler-Gruppen und als Stellvertretende Leiterin fungierte. Als sich der kirchliche Gemeindebezirk „Schneverdingen-Ost“ 1994 zur eigenen Kirchengemeinde ausgründete, übernahm die damit neuentstandene Markusgemeinde die Trägerschaft. Noch im selben Jahr avancierte Katrin Schröder zur Leiterin und blieb es bis heute. So feiert sie am 1. Oktober ihr 30-jähriges Dienstjubiläum und begeht die jetzige Stellvertretende Leiterin Tanja Konermann ihr zehnjähriges Dienstjubiläum – zusammen mit dem 30-jährigen Bestehen der Kita – Kontinuität über viele Veränderungen hinweg.

Denn Veränderungen gab und gibt es: Heute stammen die Kinder eher aus dem Einzugsgebiet rund um Kita und die 1999 errichtete Eine-Welt-Kirche an der Heberer Straße. Doch haben sich die Anforderungen in quantitativer wie qualitativer Hinsicht gesteigert. Dem wurde in äußerer Hinsicht durch Erhöhung der Mitarbeiterzahlen Rechnung getragen. Gab es ursprünglich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so sind es heute 16. Aber auch das Angebot hat sich verändert. Konnten die Kinder früher mangels ausreichender Kita-Plätze erst ab dem Alter von fünf Jahren kommen, kann es heute schon ab dem ersten Lebensjahr mit der Krippe losgehen. Denn die Lebensmodelle werden immer bunter und vielfältiger: „Immer mehr Eltern sind berufstätig oder alleinerziehend, Großeltern stehen weniger zur Enkel-Betreuung zur Verfügung“, hat Katrin Schröder erfahren. Die Kita versucht, diesen Entwicklungen mit erweitertem Angebot und festen Strukturen zu begegnen – etwa mit Traditionen wie Festen und Events zu bestimmten Jahresthemen.

Da ist es gut, dass die Kita, die zum inzwischen evangelischen Kindertagesstättenverband gehört, gleich neben der Eine-Welt-Kirche liegt: „So können wir etwa die Themen der Kita in der religionspädagogischen Begleitung und in kleinen Andachten aufgreifen“, sagt Pastor Kai-Uwe Scholz: „Dabei blicken wir über den Tellerrand des Alltags hinaus und richten den Blick zum Beispiel auf Gottes bunte Schöpfung. Die Eine-Welt-Kirche, durch deren großzügige Glasflächen man direkt in den Himmel und die umgebende Natur schauen kann, bietet einen besonderen Ort dafür.“ Nicht von ungefähr führe die Kita den „Regenbogen“ im Namen, der nach dem 1. Buch Mose das biblische Symbol für den Bund Gottes mit den Menschen stehe.

„In Zukunft wird es noch einen weiteren Standort am Heideweg – südlich der Heberer Straße – geben“, so Katrin Schröder. Eine Kita unmittelbar neben dem Kirchturm wird dieser Standort nicht mehr sein. Doch solle das erfolgreiche „Regenbogen“-Konzept auch dort fortgeführt werden.

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