70, 50 und 40 Jahre in der SPD

Ortsverein Schneverdingen: Klingbeil ehrt langjährige Parteimitglieder

70, 50 und 40 Jahre in der SPD

Eine besondere Ehrung stand kürzlich im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Schneverdingen. Generalsekretär und Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil zeichnete langjährige Genossinnen und Genossen aus, die in der Heideblütenstadt so gut wie jeder kennen dürfte: Hans Jürgen Thömen sowie Dieter Möhrmann und dessen Ehefrau Anne.

Zunächst aber schwor Klingbeil die Mitglieder auf den Wahlkampf für die Kommunalwahl im September ein. Er, Klingbeil, habe sich das Ziel gesetzt, seinen Wahlkreis wieder direkt zu gewinnen. Bevor der Generalsekretär feierlich die langjährigen Parteimitglieder ehrte, grüßte die Ortsvereinsvorsitzende Tatjana Bautsch eine ganz besonders langjährige Genossin, die nämlich schon 1951 in die SPD eingetreten war, jedoch an diesem Abend nicht zugegen sein konnte: Elisabeth Haacke. Sie wird die Ehrungsurkunde und spezielle Brosche für 70jährige Parteimitgliedschaft bei einem Besuch überreicht bekommen.

Dann ehrte Klingbeil Hans Jürgen Thömen für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft. Thömen sitzt seit nunmehr 45 Jahren im Stadtrat und seit zehn Jahren im Kreistag. Er war zwei Jahre SPD-Vorsitzender in der Heideblütenstadt und bekleidete über viele Jahre weitere Ehrenämter.

Das Ehepaar Anne und Dieter Möhrmann wurde ebenfalls geehrt. Anne Möhrmann gehört der Partei seit vier Jahrzehnten an. Weil diese Ehrung im vergangenen Jahr coronabedingt nicht hatte erfolgen können, wurde sie jetzt nachgeholt. Dieter Möhrmann, ehemaliger Landtagsvizepräsident, langjähriger Landtagsabgeordneter, ehemaliger Schneverdinger Bürgermeister, SPD-Bezirksvorsitzender und langjähriger Kreistagsfraktionsvorsitzender gehört der Partei seit 50 Jahren an. Bei der Ehrung des „Mannes der Zahlen und Fakten“ kam unter anderem dessen beharrlicher und erfolgreicher Einsatz zur Rettung der Heidebahn zur Sprache. Klingbeil betonte, dass es ihm besonders am Herzen liege, diese Ehrung vorzunehmen, weil es Möhrmann gewesen sei, der ihn in die SPD geholt habe. Nach der Ehrung gab es minutenlang stehenden Applaus, bevor sich Möhrmann selbst noch einmal in einer Ansprache bedankte.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Beschlussfassung des Wahlprogramms „Zukunftsstadt Schneverdingen - Lebenswert. Nachhaltig. Modern.“ für die Stadtratswahl am 12. September. Vorsitzende Bautsch formulierte in ihrer Rede das Wahlziel: Die SPD wolle erneut stärkste Kraft im Schneverdinger Stadtrat werden „und mit Zuversicht und Verantwortung die Geschicke der Stadt und Dörfer gemeinsam mit Bürgermeisterin Moog-Steffens weiterhin positiv entwickeln.“ Jetzige Stärken Schneverdingens, „der Zusammenhalt und das große Engagement vieler“, sollten weitergeführt und ausgebaut werden. Chancen und Lehren aus der Pandemie und die Bewältigung der Herausforderungen der Klimaerhitzung müssten auch auf kommunaler Ebene Handlungsgrundlage sein. im Hinblick auf die großen Herausforderungen habe das aus zehn Mitgliedern bestehende Team ein besonders ausführliches und umfangreiches Wahlprogramm ausgearbeitet worden, „anknüpfend“, so Bautsch, „an die Erfolge insbesondere der vergangenen zehn Jahre, in denen die SPD stärkste Kraft im Stadtrat ist.“ Nach dem Versenden des Wahlprogramms per E-Mail an die Parteimitglieder habe es als Feedback an das Wahlkampfteam viel Lob, konstruktive Kritik, mehrere Ergänzungswünsche und als Highlight ein weiteres promptes Angebot, auf der SPD-Liste zu kandidieren, gegeben. Dazu werde es noch eine weitere Fortführung der Aufstellungsversammlung geben. Das Programm wurde in der Versammlung ohne große Diskussion verabschiedet. „Lediglich der Verbesserungsbedarf zum Thema Heidebahn aus Schneverdinger Sicht sollte nochmal deutlicher formuliert werden“, so Bautsch. Im Verlauf der Versammlung stimmten die Mitglieder außerdem über einen Vorschlag zur Reihung der Schneverdinger SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten für den Kreistag ab. Zur Kreistagswahl am 12. September sind sechs Wahlbereiche eingeteilt, Schneverdingen bildet gemeinsam mit Neuenkirchen den Wahlbereich I. Die bisherigen, langjährigen Kreistagsabgeordneten Dieter Möhrmann und Hans Jürgen Thömen treten nicht wieder an.

Schneverdinger Spitzenkandidatin soll Tatjana Bautsch sein, gefolgt von Rolf Weinreich und Michael Schirmer. Neuenkirchen stellt zwei Bewerberinnen für die insgesamt zwölf Listenplätze, die bisherige Kreistagsabgeordnete Franka Strehse und die Ortsvereinsvorsitzende Carmen Wilson. „Mit fünf Männern im Juso-Alter unter 35 Jahren hat die Liste ein deutlich verjüngtes Durchschnittsalter“, freut sich Bautsch.

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