70-jähriges Vereinsbestehen verleiht Flügel: LSV steigt in 2. Bundesliga auf

Luftsportverein Schneverdingen feiert Erfolge und lädt für 3. und 4. September zum traditionellen Tag der offenen Tür ein

70-jähriges Vereinsbestehen verleiht Flügel: LSV steigt in 2. Bundesliga auf

In die Lüfte steigen sie ständig auf, die Piloten des Luftsportvereins (LSV) Schneverdingen. Passend zum 70-jährigen Bestehen des Vereins haben sie nun aber auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga der Segelflugsportler vorzeitig perfekt gemacht. Ganz offensichtlich verleiht der „runde Geburtstag“ Flügel. Am vergangenen Wochenende reichte den Segelfliegern aus der Heideblütenstadt der 51. Platz, um damit den benötigten einen Punkt um den vorzeitigen Aufstieg in die zweithöchste nationale Wertung in der 18. von 19 Rundenwertungen zu sichern. Der LSV steigt somit bereits zum dritten Mal in die 2. Bundesliga auf.

Das war den Heidjern im Jahr 2008 erstmals gelungen, sogar gefolgt von einem Durchmarsch im folgenden Jahr in die höchste deutsche Klasse. Im Jahr 2014 ging es für den LSV letztmalig „nach oben“ in die 2. Bundesliga, der letzte Abstieg erfolgte 2017 in die sogenannte Quali-Liga.

So startete der LSV auch in der Saison 2022 in der Quali-Liga, einer Liga, in der alle Vereine, die nicht in der 1. oder 2. Bundesliga starten, Flüge melden dürfen. In dieser Wertung sind in diesem Jahr mehr als 400 (!) Segelflugvereine gemeldet. Die besten sieben Vereine steigen in die nationale 2. Bundesliga auf. An insgesamt 19 Wochenenden zwischen April und Ende August werden die drei schnellsten Überlandflüge jedes gemeldeten Vereins in die Wertung genommen.

„In der Bundesliga fliegen jährlich die besten 20 Vereine in ganz Deutschland um den Titel des deutschen Meisters in der Vereinswertung. In Liga zwei sind ebenfalls 20 Vereine angesiedelt, von denen die ersten sieben Vereine in die 1. Liga aufsteigen und die letztplatzierten sieben Vereine in die Quali-Liga absteigen“, erklärt Ole Gaida vom LSV Schneverdingen. Bedingt durch Wetterglück und den dezentralen Einsatz der LSV-Piloten bei Wettbewerben oder Urlaubslagern sei es dem LSV gelungen, sich in der Gesamtwertung bereits zu Beginn der Saison in den oberen Rängen der Tabelle festzusetzen.

Das frühzeitig aufgebaute Punktepolster reichte den Heideblütenstädtern letztlich, den Aufstieg ließen sie sich nicht mehr nehmen. Auch darüber hinaus blickt der LSV in seinem 70. Jahr seit Vereinsgründung bislang auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück: Insgesamt meldeten die LSV-Piloten 133 Streckenflüge und mehr als 44.100 Kilometer in das Online-Wertungssystem. Dem Piloten Fabian Peitz mit Co-Pilot und Vater Hilmar Peitz gelang dabei der in diesem Jahr größte Streckenflug vom Flugplatz Höpen aus: Sie legten im Vereinsdoppelsitzer „Arcus M“ 850 Kilometer „am Stück“ zurück. Auch bei zentralen Wettbewerben konnten die LSV-Piloten Erfolge feiern: So qualifizierte sich Michael König mit seiner Co-Pilotin Severine Fürst bei einer Meisterschaft in Jena für die zentralen Deutschen Meisterschaften in der Doppelsitzerklasse 2023.

Interessierten Zuschauern bietet der Luftsportverein am 3. und 4. September dieses Jahres im Rahmen eines Tages der offenen Tür wieder die Möglichkeit, den Verein und seine Aktivitäten hautnah kennenzulernen. Neben Rundflügen im Segelflugzeug oder Motorsegler werden auch Segelkunstflug und Modellflug geboten. Es gibt ein reichhaltiges Kaffee- und Kuchenbuffet sowie Würstchen vom Grill und Kaltgetränke. Die dann frisch gekürte Heidekönigin wird ebenfalls erwartet und darf ihr „Reich“ bei einem Mitflug im Segelflieger aus der Vogelperspektive erleben.

Informationen zum Segelfliegen im LSV gibt es im Internet unter www.lsv-schneverdingen.de, bei Facebook und bei Instagram. Fragen werden gern auch per E-Mail beantwortet: fliegen@lsv-schneverdingen.de.

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