„An Fakten orientieren“

Möhrmann nimmt zu Unternehmerbefürchtungen Stellung

„An Fakten orientieren“

Nachdem sich Vertreter der regionalen Wirtschaft aus dem Nordkreis in einer gemeinsamen Pressemitteilung zur Standortfrage für ein neues zentrales Heidekreis-Klinikum geäußert hatten (HK-Online berichtete), hat nun der ehemalige langjährige Landtagsabgeordnete und Kreistagsfraktionsvorsitzende, Dieter Möhrmann (SPD) aus Schneverdingen, in einer Stellungnahme auf die Befürchtungen der Firmenleitungen reagiert.

„Ich teile ausdrücklich die Sorge der Wirtschaftsvertreter aus dem Nordkreis um die Zukunft der stationären Gesundheitsversorgung im Heidekreis. Es ist überdeutlich, dass das wirtschaftliche Überleben von zwei Krankenhaus-Standorten im Heidekreis zu Lasten des Kreishaushalts finanziell auf Dauer nicht leistbar sein wird. Deshalb gilt es jetzt, die einmalige Chance mit erheblicher Unterstützung von Land und Bund im dreistelligen Millionenbereich für einen Neubau zu nutzen. Bei der Standortsuche ist allerdings die Entfernung des Firmensitzes nur ein Faktor bei der Wertung der Standortvorzüge. Das gilt allein schon für die unterschiedliche Entfernung zum neuen Standort eines zentralen, neuen Heidekreis-Klinikums der in der Pressemitteilung zitierten Firmenverantwortlichen aus dem Nordkreis“, so Möhrmann in seiner Mitteilung.

Schneverdingen, Wietzendorf, Munster und Bispingen seien eben weiter sowohl von Dorfmark als auch Bad Fallingbostel entfernt als Soltau: „Wir Kreistagsabgeordneten haben auch die Firmen in Hodenhagen, Schwarmstedt und Rethem in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.“ Ein neues modernes Klinikum im Stadtgebiet Bad Fallingbostel sei für die Fachkräftegewinnung im gesamten Heidekreis von Vorteil.

Möhrmann weiter: „Der Kreistag und die Gutachter haben bei der Standort-Entscheidung für F 4 in Bad Fallingbostel weitere Faktoren intensiv diskutiert, und planungsrechtliche Vorgaben mussten berücksichtigt werden.“ Auch den Firmenvertretern sollten die rechtlichen Begleitumstände bekannt sein. Er, Möhrmann, begrüße ausdrücklich die von einigen Firmenvertretern geäußerten Hinweise auf das „Zusammenbringen von Nord und Süd.“

Leider gebe es keinen idealen Standort, die Problematik sei sicher auch den Firmenleitungen bekannt. Bei eigenen Standortentscheidungen hätten sie sicher auch zu Kompromissen bereit sein müssen.

Möhrmann plädiert dafür, sich an den Fakten zu orientieren: „Der Landkreis muss sich an die zeitlichen Vorgaben des Landes Niedersachsen halten, wenn er an dem Wettbewerb für den Zuschuss von 130 Millionen Euro von Bund und Land teilnehmen will. Dieser Zeitdruck ist nicht vor Ort verursacht worden. Der Zuschuss wird nur bewilligt, wenn die Bedingungen erfüllt werden: Gesichertes Grundstück, Wettbewerb mit mindestens 16 Architekturbüros, Abgabe der Förderunterlagen bis zum 30. September 2021. Eine ‚neutrale Planung eines Krankenhauses‘, umsetzbar an allen anderen potentiellen Standorten, ist nicht möglich. Der Neubau ist nur beim Standort F 4 umsetzbar.“

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