Blutspender auf Tour

Verdener seit 31 Jahren für die gute Sache unterwegs - und für die 110. Spendenaktion in Schneverdingen zu Gast

Blutspender auf Tour

Sein Herz gehört der Musik von Rockbands wie „The Sweet“, „Kiss“, „Van Halen“ und „White Lion“. Für diese Leidenschaft hat Olaf Gutknecht in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Konzerte besucht, sogar die Stars hinter der Bühne getroffen, dazu etliche Fotos und Tonträger mit Autogrammen gesammelt. Doch der Rockmusikfan aus Armsen bei Verden „tourt“ noch für etwas anderes durch die Lande - und auch dafür schlägt sein Herz, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Denn der Sammler unzähliger Andenken seiner Lieblingsbands spendet seit langer Zeit Blut. Dafür ist er nicht nur in seinem Heimatlandkreis Verden oft bei DRK und Co. zu Gast, sondern auch in vielen anderen Orten. Seine 110. Blutspende leistete Gutknecht kurz nach dem Ende der Sommerferien kürzlich in Schneverdingen.

Zu seiner allerersten Blutspende ging er fast auf den Tag genau vor 31 Jahren am 13. August 1991. Sein Vater Armin Gutknecht habe ihm damals vorgeschlagen, mitzukommen „um sich anzusehen, wie das funktioniert“, erinnert sich der Armser. Schon die erste Blutspende habe ihn fasziniert. In drei Jahrzehnten ist die Zahl seiner Blutspenden nunmehr dreistellig geworden und er besuchte dabei Aktionen in und rund um Verden sowie Visselhövede, Bad Fallingbostel, Luttum, Neddenaverbergen, Otersen, Rethem, Walsrode, Bomlitz, Westen, Dörverden, Blender, Thedinghausen, Langwedel, Daverden, Achim, Baden, Etelsen, Dauelsen, Oyten, Posthausen, Stellichte sowie Hodenhagen - und jetzt eben Schneverdingen.

In der Heideblütenstadt war Gutknecht nicht allein bei der Aktion des dortigen Deutschen Roten Kreuzes: „Meine Tochter Joana wollte auch sehr gerne mit zum Blutspenden kommen, um sich anzusehen, was ihr Papa da so macht“, so Gutknecht. Und seine Tochter fand es toll, dass ihr Vater bereits 110 mal Blut gespendet hat, um damit kranken Menschen zu helfen. „Was sie allerdings nicht gut fand: Sie hätte auch gern wenigstens einen Tropfen gespendet“, so der Armser. Doch da müsse die Zehnjährige noch etwas warten: „Denn dazu muss sie erst volljährig werden.“

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