Altes Bettenlager auf dem Gelände der ehemaligen Endo-Klinik in Flammen

Viel zu tun für die Feuerwehr: Einsätze in Behringen und Wintermoor

Altes Bettenlager auf dem Gelände der ehemaligen Endo-Klinik in Flammen

Bei zwei Bränden, einem in Behringen und einem in Wintermoor, waren die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Schneverdingen stark gefordert: Am späten Abend des vergangenen Sonntags wurde zunächst die Drehleiter der Schneverdinger zu einem Dachstuhlbrand in Behringen angefordert. Als die Brandbekämpfer aus der Heideblütenstadt am Einsatzort eintrafen, brannte der Dachstuhl des leerstehenden Einfamilienhauses in der Straße Schwarze Höhe bereits lichterloh.

„Unter Atemschutz konnte das Dach aufgenommen werden, um versteckte Glutnester zu entdecken und abzulöschen“, so Sören Schulz, Pressesprecher der Schneverdinger Feuerwehr. Auf einer Dachhälfte sei eine Photovoltaikanlage installiert gewesen, was die Löscharbeiten erschwert habe. „Über den Wasserwerfer der Drehleiter und weitere C-Rohre konnte der Dachstuhl gelöscht werden. Nach gut fünf Stunden konnten die Schneverdinger die Einsatzstelle verlassen“, so Schulz weiter.

Die Freiwillige Feuerwehr aus der Heideblütenstadt war mit der Drehleiter und mit einem Tanklöschfahrzeug sowie mit zwölf Einsatzkräften vor Ort. Weiterhin besetzten Feuerwehrleute aus sSchneverdingen und Heber den sogenannten „Abrollbehälter Atemschutz“ und tauschten die gebrauchten Atemschutzgeräte.

Dieser Einsatz war erfolgreich abgeschlossen, doch die Nachtruhe sollte nicht lange andauern. Um 5.23 Uhr rissen die digitalen Meldeempfänger die Feuerwehrleute erneut aus dem Schlaf. Mehrere Anrufer hatten einen Feuerschein auf dem Gelände der ehemaligen Endo-Klinik in Wintermoor gemeldet. Dort stand ein rund 300 Quadratmeter großes altes Bettenlager in Vollbrand. Zunächst hatten es die Einsatzkräfte schwer, zum Ort des Geschehens vorzurücken. Auf dem Gelände werden aktuell Abrissarbeiten ausgeführt, zudem ist das gesamte Areal schon seit langem abgesperrt, um Unbefugte vom Betreten abzuhalten. „Die einzige Zufahrt war durch einen Kettenbagger des Abrissunternehmens versperrt“, berichtet Schulz. Alle weiteren früheren Zufahrten seien seinerzeit mit Betonblöcken blockiert worden.

Deshalb brachen die Feuerwehrleute zunächst den Bauzaun an geeigneter Stelle auf, um eine erste Wasserleitung zur brennenden Halle legen zu können. Im Laufe des Einsatzes kam ein Baggerfahrer einer Baufirma mit seinem Fahrzeug zur Hilfe, entfernte die Betonblöcke und verschaffte den Einsatzkräften so Zugang zum Gelände.

„Aufgrund der schlechten Wasserversorgung wurden zur Unterstützung weitere Tanklöschfahrzeuge aus Heber, Hörpel und Welle alarmiert. Die Tanklöschfahrzeuge wurden in einen Pendelverkehr eingebunden und sicherten eine ausreichende Wasserversorgung. Neben der Brandbekämpfung über verschiedene C-Rohre wurde das Feuer mit zwei Wasserwerfern bekämpft“, berichtet Schulz. Mit Hilfe von nun zwei Baggern seien die Brandlasten anschließend auseinander sortiert und abgelöscht worden. „Für die große Anzahl an Atemschutzgeräten kam auch hier der ‚Abrollbehälter Atemschutz‘ des Fachzuges Umwelt der Kreisbereitschaft Nord zum Einsatz. Hunderte Meter Schlauch wurden durch den Schlauchwechselwagen der Kreisfeuerwehr direkt am Einsatzort gewechselt“, so der Feuerwehrsprecher. Circa 80 Einsatzkräfte aus Schneverdingen, Wintermoor-Erhorn, Zahrensen, Heber, Hörpel und Welle sowie der Rettungsdienst, die Polizei und der DRK-Ortsverein seien im Einsatz gewesen.

Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Hinweise nimmt der Zentrale Kriminaldienst in Soltau unter der Telefonnummere (05191) 93800 entgegen.

Die Feuerwehrleute waren noch in Wintermoor auf den Beinen, da schlug zu allem Überfluss die Brandmeldeanlage des Schneverdinger Wellpappenwerkes Alarm. „Weil die Schneverdinger Ortsfeuerwehr komplett im Einsatz war, wurde die Feuerwehr Heber mit ihrem noch zur Verfügung stehenden Fahrzeug alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich um einen technischen Defekt der Brandmeldeanlage“, so Schulz.

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