„Bis zur DM noch viel zu tun“

Schneverdinger Bundesliga-Faustballerinnen schaffen die Qualifikation

„Bis zur DM noch viel zu tun“

Beim zweiten Spieltag der Faustball-Bundesliga in Brettorf hat das Team vom TV Jahn Schneverdingen mit zwei Vorrundensiegen gegen Moslesfehn und Kellinghusen sowie einer Niederlage im Finale gegen Ahlhorn die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft erreicht. Mit der soliden Leistung verpassten die Jahnlerinnen allerdings die direkte Halbfinalqualifikation.

Im Auftaktspiel gegen den SV Moslesfehn setzte Trainerin Christine Seitz auf Helle Großmann, Theresa Schröder, Hinrike Seitz, Luca von Loh und Annika Bösch in der Startformation. Mit 11:3, 11:7 und nochmal 11:7 waren die ersten zwei Punkte schnell eingefahren. Zu dominant war der TV Jahn und diktierte das Spielgeschehen zu jeder Zeit. Im zweiten Spiel gegen den VfL Kellinghusen, der als DM-Ausrichter sein Ticket bereits vor Anpfiff in der Tasche hatte, lief zunächst ebenfalls alles planmäßig. Nun mit Laura Kauk für von Loh in der Deckung gewann der TVJ die ersten beiden Durchgänge mit 11:9 und 11:8. Den dritten Abschnitt gestalteten beide Mannschaften ausgeglichen und die Jahnlerinnen ließen zwei Matchbälle ungenutzt. Diese Einladung ließ sich der VfL nicht nehmen und verkürzte mit 13:11 auf 1:2-Sätze. Auch im folgenden Satz konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Erst in der Schlussphase setzten Großmann und Schröder die entscheidenden Akzente zum umjubelten 11:8-Satzerfolg. Mit diesem 3:1-Sieg war die Teilnahme an der DM erreicht.

Im Finale gegen den Ahlhorner SV, der sich gegen Düdenbüttel (3:0) und Brettorf (3:1) durchsetzen konnte, „verpennten“ die Jahnlerinnen den Start komplett. Somit gingen die ersten beiden Sätze mit jeweils 11:9 an den ASV, der fehlerloser und cleverer im Angriff agierte. Beim TV Jahn offenbarten sich diverse Abstimmungsschwierigkeiten, zudem agierte der Angriff zunehmend wirkungsloser. Danach besannen sich die Heideblütenstädterinnen sich auf ihre Stärken und glichen mit 11:3 und 11:5 aus. Diesen Schwung konnten die Schneverdingerinnen, bei denen Luca von Loh in der Abwehr eine starke Leistung zeigte, aber nicht mit in den Entscheidungssatz nehmen. Zwar hielten sie lange mit, aber die entscheidenden Wirkungstreffer setzte der Ahlhorner SV zum 11:8 und damit zum 3:2-Erfolg. Die Freude im Lager der Oldenburgerinnen war groß, denn schließlich haben sie so bereits das Halbfinale erreicht und treffen Anfang September auf den Sieger des Qualifikationsspiels des Südzweiten TSV Calw und Norddritten VfL Kellinghusen. Parallel dazu muss sich der TV Jahn Schneverdingen mit dem Süddritten TSV Pfungstadt auseinandersetzen. Der Sieger dieser Partie trifft dann später auf den Südmeister und Favoriten TSV Dennach. Das werden schwere Aufgaben für die Heideblütenstädterinnen, die zwingend am Timing im Angriff und an der Abstimmung in allen Mannschaftsteilen arbeiten müssen. Trainerin Seitz zeigte sich nach dem Erreichen des ersten Saisonziels sichtlich erleichtert: „Unsere Leistung war aufgrund der fehlenden Matchpraxis noch sehr durchwachsen. Bis zur DM haben wir noch viel zu tun.“

TV Jahn: Luca von Loh, Annika Bösch, Laura Kauk, Hinrike Seitz, Theresa Schröder, Helle Großmann.

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