In Schneverdingen neue Mitstreiter finden

Haustierhilfe Heidekreis sucht weitere Unterstützer / Treffen am 4. September

In Schneverdingen neue Mitstreiter finden

Es ist Ferienzeit, und das heißt für alle Urlauber: Hoffentlich haben sie für die anstehende Reise nicht nur Flüge und Hotel gebucht, sondern auch rechtzeitig an die Unterbringung für Hund und Katze gedacht. Denn für solche Fälle ist die Haustierhilfe Heidekreis nämlich nicht gedacht, auch wenn sie aktuell durchaus Anfragen hierzu erhält: „Immer wieder melden sich Halter, die eine Urlaubspension für ihr Haustier suchen - doch denen müssen wir eine Absage erteilen“, erklärt Brigitte Morgenroth, eine der Initiatorinnen der Haustierhilfe Heidekreis. Die ist jedoch zur Stelle, wenn ein Not- oder Krankheitsfall eintritt: Denn dann greifen sich die Tierfreunde gegenseitig unter die Arme und kümmern sich um die Vierbeiner des anderen. In Bispingen und Soltau gibt es bereits zahlreiche Mitstreiter, doch nur wenige in Schneverdingen. Dort soll das Netzwerk nun ausgebaut werden. Daher suchen die Helfer weitere Unterstützer in der Heideblütenstadt und laden für den 4. September zu einem Kennenlerntreffen ein.

Ursprünglich aus der Freiwilligenagentur Bispingen hervorgegangen, ist die Haustierhilfe Heidekreis seit rund fünf Jahren dort aktiv (HK berichtete). Auch in Soltau, wo der Zusammenschluß seit gut einem Jahr präsent ist, verzeichnen die Helfer einigen Zulauf. In Schneverdingen habe sich eine Gruppe zwar schon einmal um die Betreuung eines Hundes gekümmert, so Morgenroth, doch wirklich bekannt sei die Haustierhilfe Heidekreis dort bisher nicht.

„Dabei bekommen wir immer häufiger Anfragen aus Schneverdingen und Umgebung. Jetzt wollen wir Interessierten auch dort die Möglichkeit geben, uns und natürlich auch andere Haustierhalter kennenzulernen“, so Morgenroth. Dafür ist das Treffen am Mittwoch, dem 4. September, um 19 Uhr im „freiRaum“ in der Rathauspassage gedacht: In den Räumlichkeiten des Schneverdinger Projektes Kommune inklusiv können sich Hunde- und Katzenfreunde austauschen, damit sie sich im Fall der Fälle gegenseitig helfen können.

Denn genau dafür steht die Haustierhilfe Heidekreis, nämlich im Not- oder Krankheitsfall füreinander dazusein. Beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt oder bei unerwarteten Umständen, die für eine Weile die Versorgung verhindern, stehen viele Haus-tierhalter vor dem Problem: Wohin mit dem Vierbeiner in dieser Zeit? Dann springen die Ehrenamtlichen der Initiative ein: „Der Grundgedanke war damals, wie können wir die Haustierbesitzer - vor allem ältere Menschen - unterstützen, wenn sich diese zum Beispiel durch Unfall, Krankheit, oder Krankenhaus-aufenthalt nicht selbst um Hund und Katze, aber auch Nager oder Vogel kümmern können“, erklärt Morgenroth.

Doch einfach so ein vollkommen fremdes Tier für einige Zeit zu übernehmen, ohne vorher mögliche Eigenheiten oder bestimmte Details abzuklären, wolle die Initiative nach Möglichkeit eher vermeiden und sich stattdessen lieber genau auf diesen Fall vorbereiten: „Die Besitzer sollten schon beizeiten daran denken, daß einfach mal etwas Unvorhergesehenes passieren kann, und sich schon vorher Gedanken darüber machen, ‚was wäre wenn ...‘“, rät Rüdiger Nickel. Auch er zählt zu den Haustierhilfe-Initiatoren und weiß genau: „Es ist wichtig, das Tier vorher kennenzulernen, aber derjenige sollte zusätzlich schon im Vorfeld erfahren, wo das Futter steht und was der Vierbeiner frißt, und wer im Notfall vielleicht einen Schlüssel aushändigen kann. Daher mein Tip: Interessierte sollten rechtzeitig Kontakt aufnehmen, sich gegenseitig und das Tier kennenlernen - und das alles nicht erst, wenn der Notfall bereits eingetreten ist.“ So können die Helfer innerhalb des Netzwerks mehr über das Tier, seinen Charakter und seine Besonderheiten erfahren - „sowie vielleicht schon einmal abschätzen, wem man es im Fall der Fälle am besten anvertrauen könnte“, ergänzt Morgenroth.

So fanden über die Jahre in Bispingen und mittlerweile auch in Soltau jeweils rund 30 Freiwillige als fester Stamm zusammen. „Viele davon kommen regelmäßig zu unseren Treffen“, so Nickel, „wir wollen damit außerdem Berührungsängste abbauen.“ An jedem ersten Montag im Monat gibt es jeweils um 19 Uhr ein für alle Interessierten offenes Zusammenkommen: In den geraden Monaten in der Bispinger Begegnungsstätte Heidjerhaus und in den ungeraden Monaten im Soltauer Hotel Meyn. Nun hofft die Gruppe, solche Treffen auch in der Heideblütenstadt etablieren zu können.

Zwei Mitstreiterinnen aus der Gegend, Heike Ruschmeyer aus Schneverdingen und Susanne Korte aus Heber, haben sich der Haustierhilfe bereits angeschlossen: „Untereinander Kontakte zu knüpfen und auch gemeinsam mit Hunden auszugehen, ist eine gute Idee“, so Ruschmeyer. Auch Korte, die über die Treffen die Gruppe kennengelernt hat, sieht die Kontaktvermittlung als wichtigen Punkt: „So kann man sich schnell gegenseitig helfen.“

Weitere Informationen über die Initiative gibt es unter www.Haustierhilfe Heidekreis.de im Internet; Morgenroth, Telefon (05194) 974660 und E-Mail bkmorgenroth@gmx.net, sowie Nickel, Ruf (05194) 494 und E-Mail R.Nickel700@t-online.de, sind zudem als Ansprechpartner für Anfragen erreichbar.

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