„Bluesmagier“ in Eine-Welt-Kirche

Ignaz Netzer spielt am 13. Juni das erste Konzert nach dem Lockdown

„Bluesmagier“ in Eine-Welt-Kirche

Konzerte sind wieder möglich - in einem Fall ergab sich diese Möglichkeit allerdings zu kurzfristig: „Das für den 6. Juni geplante Konzert mit Alexandre Zindel wurde aufgrund der knappen Vorbereitungszeit der umfangreichen Tournee auf den 12. Juni 2022 verschoben“, so Manfred Morawetz aus dem Kirchenvorstand der Markusgemeinde Schneverdingen. Die holt dafür jetzt einen „Bluesmagier“ in die Eine-Welt-Kirche der Heideblütenstadt: Dort spielt am 13. Juni ab 17 Uhr Ignaz Netzer das erste Konzert nach dem Lockdown in der Eine-Welt-Kirche. „Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten“, so die Mitteilung der Markusgemeinde. Und weiter: „Da nach wie vor coronabedingt das Platzangebot begrenzt ist, wird um eine Reservierung unter Telefon 0173-8009206 gebeten. Es gelten die aktuellen Hygienebestimmungen.“

Mit Ignaz Netzer kommt der Gewinner des German Blues Award nach Schneverdingen: Seine neue Solo-CD „When the Music is over“ mit ausschließlich Eigenkompositionen wurde im nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Ignaz Netzer ist der lebende Beweis für das, was Musikwissenschaftler schon längst vermuteten: Der Blues kommt aus dem Schwabenland. So urteilte jüngst die „Heilbronner Stimme“, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis wegen ihm Mississippi-Raddampfer auf dem Neckar gesichtet werden. Und der „Saaner Anzeiger“ aus der Schweiz urteilte: „ Der weißeste Schwarze von ganz Deutschland.“

Er gründete im zarten Alter von 13 Jahren seine erste Band und gilt heute als der klassische Bluessänger Deutschlands. Seit 1971 gab er weit mehr als 2.500 Konzerte in Europas, unter anderem mit Blueslegenden wie Alexis Korner, Champion Jack Dupree, Louisiana Red oder genreübergreifend mit Barbara Dennerlein und Gerhard Polt. Er veröffentlichte 16 Tonträger und eine DVD.

Sehr publikumsnah und augenzwinkernd humorvoll vermittelt Ignaz Netzer Einblicke in die faszinierende Welt schwarzer Musik: Sein Soloprogramm darf man als Crossover-Projekt bezeichnen: Die Musik der Schwarzen nimmt genauso Raum ein wie seine sensiblen, eigenwilligen Eigenkompositionen. Den Sänger, Gitarristen, Harpspieler, Liedermacher und Entertainer bezeichnete das Fachmagazin „JAZZ Podium“ als „Großmeister des klassischen Blues“ die Süddeutsche nannte ihn gar „Bluesmagier“.

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