„Da kann ja jeder kommen!“

Im Schneverdinger Rathaus wird am 9. Mai um 18.30 Uhr eine Ausstellung zum Thema Ehrenamt eröffnet.

„Da kann ja jeder kommen!“

„Ehrenamt in Schneverdingen - da kann ja jeder kommen!“ - so lautet der Titel einer Ausstellung im Foyer des Schneverdinger Rathauses, die am Donnerstag, dem 9. Mai, um 18.30 Uhr eröffnet wird. Auf 22 Bildern werden ehrenamtlich engagierte Schneverdingerinnen und Schneverdinger gezeigt. Entstanden sind die Fotos bei einem Foto-Shooting von „Aktion Mensch“, das im Rahmen des Projekts „Kommune Inklusiv“ auf dem Plan stand. „Die Werbung für das Ehrenamt als gesellschaftliche Notwendigkeit ist eine der Kernaufgaben in unserem Inklusionsprozeß, denn Inklusion kann nur durch Engagement des Einzelnen funktionieren“, erläutert Projektleiterin Ulrike Schloo.

Immer wieder wurde in den Arbeitsgruppen des Projekts erwähnt, daß es Ideen zur Inklusion gebe, aber stets diejenigen fehlten, die diese Ideen auch umsetzten. Damit hat „Kommune Inklusiv“ mit denselben Problemen zu kämpfen, die auch viele Vereine im Heidekreis haben. „Wir wollen mit der Ausstellung darauf hinweisen, daß Ehrenamt nicht automatisch ein extremes Arbeitspensum erfordert, sondern auch der Nachbarschaftsdienst als Ehrenamt zu sehen ist“, so Schloos Kollege Oliver Hofmann. So seien auch Personen fotographiert worden, „die nicht in einem Verein organisiert sind, sondern sich aus der eigenen Motivation heraus für die Allgemeinheit einsetzen.“ So zum Beispiel die Dame aus der Heideblütenstadt, die auf ihren Runden mit dem Fahrrad durch den Walter-Peters-Park den umherfliegenden Müll aufsammelt und entsorgt.

„Wenn jeder mal in sich geht und überlegt, wie viel Zeit er für andere investieren könnte, ohne sein Leben großartig zu beeinträchtigen, dann kämen wir wahrscheinlich auf viele Arbeitsstunden, die gut genutzt werden könnten“, ist sich Hofmann sicher. Dabei müsse es nicht unbedingt eine Tätigkeit im Vorstand sein: „In naher Zukunft findet wieder das Höpen-Air statt, da werden seitens des Stadtjugendrings etliche helfende Hände gesucht. Das bezieht sich dann nur auf den Auf- und Abbau und die Durchführung. Danach hat man dann auch wieder zwei Jahre Ruhe. “ Hofmann gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken, daß es „viele tolle Angebote nicht mehr geben würde“, wenn sich nicht genügend Freiwillige fänden.

Die Organisatoren der Ausstellung wollen mit der Präsentation der Motive auch mal ein, wie sie sagen, „symbolisches Schulterklopfen an die Ehrenamtlichen in Schneverdingen verteilen. Es soll ein Dankeschön sein, das wir unseren Protagonisten, unseren Helden des Alltags, sagen wollen. Stellvertretend für alle engagierten Bürgerinnen und Bürger in Schneverdingen.“

Bei der Vernissage wird auch der Song „Da kann ja jeder kommen“ von der Band Kellerproduktion vorgestellt, der von den jungen Musikern eigens für das Projekt komponiert und getextet wurde. Die Ausstellung ist bis zum 29. Mai zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

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