Daniel Brühl, eine Maschine, die Müllgestank aufsaugt und ein Roboter

Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ präsentiert am 18. und 19. September drei Filme

Daniel Brühl, eine Maschine, die Müllgestank aufsaugt und ein Roboter

Auf sein Programm am 18. und 19. September weist das ehrenamtlich betriebene Schneverdinger Kino „LichtSpiel“ in der Oststraße hin. Am Samstag, dem 18. September, wird um 19 Uhr die schwarze Komödie „Nebenan“ von und mit Daniel Brühl (Deutschland 2021) gezeigt. Neben Brühl glänzt in dem 92 Minuten dauernden und ab zwölf Jahren freigegebenen Film insbesondere sein „Gegenpart“ Peter Kurth. Weitere Darsteller sind Rike Eckermann, Aenne Schwarz und Gode Bene.

Er trat in über 70 Filmen auf, nun wagt sich Daniel Brühl, 42, mit „Nebenan“ hinter die Kamera - und spielt zugleich die Hauptrolle an der Seite von Peter Kurth. Das Regie-Debüt gelingt ziemlich gut, nicht umsonst wurde die vergnüglich verspielte Komödie in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Brühl gibt den protzigen Filmstar aus Berlin, den es auf dem Weg zum wichtigen Casting in ein Kiez-Lokal verschlägt. Dort wird er von einem überaus höflichen Gast in ein Gespräch verwickelt - das sein Leben vollkommen aus der Bahn werfen könnte. Ausgedacht hat sich das clevere Eckkneipen-Kammerspiel um Gentrifizierung, Eitelkeiten und Wendeverlierer der Erfolgsautor Daniel Kehlmann. So gelungen dessen Pointen, so überzeugend gerät die Inszenierung des Jungfilmers. Brühl und Kurth spielen traditionell schon gut, aber als Duo sind sie eine absolute Wucht.

Für Kinder gibt es am Sonntag, dem 19. September, um 15 Uhr den Film „Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing“ (Deutschland 2021/Regie: Toby Genkel, Jens Møller). Zur Handlung: Die Familie Olchi sucht ein neues Zuhause, aber nirgends ist die grüne Großfamilie um Oma und Opa, Mama (Annemarie Carpendale) und Papa (Wayne Carpendale) und die drei Kinder so richtig willkommen. Schließlich stinken und muffeln die Olchis und sind für die meisten Menschen einen Tick zu olchig. Mit Familiendrache Feuerstuhl ziehen sie so umher. Als dieser über dem kleinen Ort Schmuddelfing abstürzt und auf der gammeligen örtlichen Müllhalde landet, fühlen sich die Olchi-Kinder sofort wohl. Hat man hier etwa ein neues Zuhause gefunden? Das ist gut möglich! Für den elfjährigen Max und den genialen Professor Brausewein und seine Nichte Lotta kommt die Familie wie gerufen. Die drei tüfteln an einem Destinktomaten, einer Maschine, die Müllgestank aufsaugen und neutralisieren soll. Doch der Apparat funktioniert noch nicht richtig und welch glücklicher Zufall, dass die Olchis genau heute auf der Müllkippe auftauchen, schließlich sind sie doch die perfekte Lösung für die Probleme der Maschine. Doch sie haben die Rechnung ohne den bösen Bauunternehmer Hammer gemacht, der auf dem Gelände der Müllkippe eine Wellness-Oase errichten will. Verlieren die Olchis wieder ihr Zuhause?

„Ich bin dein Mensch“ heißt die Tragikomödie (Deutschland 2021/ Regie: Maria Schrader), die am Sonntag, dem 19. September, um 19 Uhr gezeigt wird. Es geht um eine Wissenschaftlerin, der ein humanoider Roboter präsentiert wird, der sie glücklich machen soll. Darsteller sind Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Annika Meier, Falilou Seck, Jürgen Tarrach, Henriette Richter-Röhl und Monika Osche. Der Film dauert 105 Minuten und ist ab zwölf Jahren freigegeben. Zum inoffiziellen Auftakt der virtuellen Berlinale 2021 zeigte Maria Schrader („Unorthodox“) die Vorteile von Technik statt menschlichem Kontakt - in der Partnerschaft. „Ich bin dein Mensch“ ist ein sehr kluger Film über eine unabhängige Frau von heute.

Übrigens: Seh- und hörbehinderte Kinobesucherinnen und -besucher haben im „LichtSpiel“-Kino bei den entsprechend gekennzeichneten Filmen die Möglichkeit, mit ihrem Smartphone die Apps Greta & Starks als Hilfsmittel zu nutzen.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie stehen derzeit nur 28 Tickets im Vorverkauf zur Verfügung. Situationsbedingt können eventuell an der Abendkasse weitere Karten angeboten werden. „Das können wir jedoch meist erst kurz vor Beginn einer Vorstellung entscheiden, wenn wir wissen, wie viele Plätze aufgrund des Abstandsgebotes frei bleiben müssen“, heißt es vonseiten des „LichtSpiel“-Teams. Weitere Infos: www.lichtspiel-schneverdingen.de.

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