Dem ominösen „Vivil-Mann“ auf der Spur | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Aktion „Schneverdingen räumt auf“ / Schubkarren voller Schnapsflaschen und Bonbonpapiere im Pietzmoor

Dem ominösen „Vivil-Mann“ auf der Spur

Rund 160 Männer, Frauen und Kinder beteiligen sich jüngst an der Aktion „Schneverdingen räumt auf“ in der Heideblütenstadt. Rund 30 Straßenzüge beziehungsweise Quartiere waren auf dem Stadtplan des Stadtjugendrings bunt eingefärbt. Sie stehen für Vereine, Einzelpersonen, Familien, Freundeskreise und Parteien, die sich kürzlich an der Aktion „Schneverdingen räumt auf“ beteiligt haben und zuvor auf dem Stadtplan ihre Sammelgebiete eingetragen hatten. Mit dabei waren unter anderem der Heimatbund, die BUND-Ortsgruppe, der Schützenverein Schneverdingen, der SPD-Ortsverein, der Kartenclub Moorhühner, eine Spielerunde, die Gruppe „HiOB“ um Rainer Hillmer, die Heidefreunde, die Stadtverwaltung und die Tourist-Information.

Auf rund 160 Männer, Frauen und Kinder schätzt Inka Ovens, Vorsitzende des Stadtjugendrings, die Zahl der Teilnehmer an dem Sonnabendvormittag. Unterstützt wurde die Sammelaktion durch die Stadt Schneverdingen, Schneverdingen inklusiv, den Landfrauenverein Schneverdingen, den Stadtjugendring und die BUND-Ortsgruppe Schneverdingen. Mit Mülltüten, Greifern und Handschuhen auf dem Bauhof ausgestattet, machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg, um dann mittags den Müll im Container auf dem Bauhof abzuladen. Wer wollte, konnte sich abschließend an einem Büfett der Landfrauen stärken, das aus belegten Broten und Brötchen sowie Butterkuchen und Kaffee bestand. Mit einem Informationsstand war die Müllentsorgungsfirma Nehlsen vertreten und lud zu einem Ratespiel über Mülltrennung ein. Außerdem beschenkte die BUND-Ortsgruppe die Teilnehmer mit Stauden.

Besondere Funde gab es auch in diesem Jahr. So zum Beispiel ein halbes Fahrrad, und beim Parkplatz der Kreissparkasse hatte ein Umweltfrevler Unmengen von Schnapsflaschen entsorgt. Helfer des Stadtjugendrings füllten damit drei Schubkarren und transportierten sie zum Bauhof. Ansonsten gab es die übliche Mischung aus Zigarettenstummeln, Getränkedosen, Flaschen, Zigarettenschachteln, Resten von Silvesterknallern, leeren Chipstüten und Verpackungen von Müsliriegeln.

Christine Behrenberg von der Stadtverwaltung sammelte Unmengen von Bonbonpapier rund ums Pietzmoor ein. „Da war wohl der Vivil-Mann unterwegs“, so ihre Vermutung. Und Dieter Kröger vom SPD-Ortsverein waren entlang der Heberer Straße immer wieder weiße Zigarettenstummel aufgefallen. Gefunden hatte er auch ein Paar fast neue Arbeitshandschuhe, allerdings im Abstand von gut 200 Metern.

Fazit dieses Tages war, dass der Müllcontainer nicht so groß sein muss, wie an dem Tag bestellt. Stattdessen wäre ein zusätzlicher Glascontainer sinnvoll gewesen, was im nächsten Jahr angestrebt wird.