Deutsche Meisterschaft in Schneverdingen

Bundesliga-Faustballerinnen vom TV Jahn hoffen auf eine volle Halle und peilen eine Medaille an

Deutsche Meisterschaft in Schneverdingen

Sechs Teams, zehn Spiele an zwei Tagen und alle haben ein Ziel: den Deutschen Meistertitel im Hallenfaustball der Frauen zu gewinnen. Am 29. Februar und 1. März sind in der Schneverdinger KGS-Sporthalle die sechs besten deutschen Frauenteams zu Gast und kämpfen um die nationale Krone. Das Eröffnungsspiel bestreiten der Nordmeister und Gastgeber TV Jahn Schneverdingen und der drittplazierte der Nord-Bundesliga, der SV Moslesfehn. Die dritte Mannschaft dieser Vorrundengruppe A ist kein geringerer als der amtierende Deutsche Meister TSV Calw aus dem Nordschwarzwald, der sich als Süd-Zweiter qualifiziert hat.

Sieben Jahre nach dem letzten Podestplatz, dem Deutschen Meistertitel bei der DM in Dennach, wollen die Heideblütenstädterinnen unter dem „eigenen“ Hallendach wieder nach einer Medaille greifen. Aus der damaligen Mannschaft sind mit Hinrike Seitz und Theresa Schröder nur noch zwei Spielerinnen verblieben. Und eine weitere Akteurin, die einen Deutschen Hallentitel bei den Frauen vorweisen kann, kommt noch hinzu: Annika Bösch, zur Feldsaison als frischgebackene Deutsche Hallenmeisterin vom TSV Calw in die Heideblütenstadt gewechselt, würde den Titel nur zu gern auch mit ihrem neuen Verein gewinnen. „Für mich persönlich ist es die erste Hallen-DM mit dem TV Jahn. Ich bin sehr froh, Teil des Teams zu sein und freue mich auf die Deutsche Meisterschaft vor der Haustür“, so die Welt- und Europameisterin.

Auf die bisherige Saison blicken die Jahnlerinnen mit gemischten Gefühlen zurück. Es gab Höhen und Tiefen, und mit 24:8-Punkten sprang zwar letztlich Platz 1 heraus, aber sie mussten vier Niederlagen einstecken. Die letzte gab es am letzten Spieltag mit 2:3 gegen den SV Moslesfehn. Gerade auf dieses Team trifft der TV Jahn in seinem ersten Vorrundenspiel. Die kampstarken Oldenburgerinnen sind in allerletzter Sekunde auf den DM-Zug aufgesprungen und haben den lange führenden TV Brettorf noch abgefangen. Die Gastgeberinnen sind also gewarnt und müssen mit voller Konzentration in die erste Partie gehen.

Auch das zweite Spiel hat es in sich. Dann geht es gegen den Titelverteidiger vom TSV Calw. Die Süddeutschen reisen mit der wahrscheinlich stärksten und variabelsten Angriffsreihe an. Mit Stephanie Dannecker und Henriette Schell verfügt der Südzweite über ein schwer auszurechnendes Duo. Dieses Spiel ist für Annika Bösch vom TV Jahn ein ganz besonderes, trug sie doch im vergangenen Jahr noch das Trikot der Calwerinnen. TVJ-Trainerin Christine Seitz kann bis auf die langzeitverletzte Angreiferin Alina Karahmetovic auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Hauptangreiferin Theresa Schröder hat ihre Knieverletzung überwunden und brennt auf ihren Einsatz. „Die Vorfreude bei uns allen ist sehr groß und wir können es kaum erwarten, in einer vollen Halle vor unseren Fans aufzulaufen. Als Ziel haben wir uns eine Medaille gesetzt, müssen aber erstmal am Samstag die beiden Vorrundenspiele hochkonzentriert angehen“, so Seitz.

In der Vorrundengruppe B ist der TSV Dennach der große Favorit. Die Damen aus dem Schwarzwald haben in der gesamten Saison noch kein einziges Spiel verloren und im Januar auch den Europapokal zum wiederholten Mal gewonnen. Komplettiert wird diese Gruppe vom amtierenden Feldmeister Ahlhorner SV sowie von DM-Neuling TSV Pfungstadt, der als krasser Außenseiter in diese Titelkämpfe geht.

Die Zuschauer können sich neben hochklassigen Faustballspielen auf ein vielfältiges Verpflegungsangebot und eine Trikot-Tombola freuen, bei der 20 Originaltrikots von aktuellen und ehemaligen Weltmeistern und Weltmeisterinnen verlost werden. Hauptorganisator Olaf Neuenfeld ist froh, wenn die Spiele am Samstag beginnen: „Ein Jahr der Vorbereitung ist nun endlich vorbei und wir sind bereit. Wir freuen uns auf eine volle Halle und attraktive Spiele. Dieses Event darf sich kein Faustballfan entgehen lassen.“ Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse am Samstag ab 9 Uhr sowie am Sonntag ab 8 Uhr.

Logo