Ein dezimierter Kader brachte den Faustballerinnen des TV Jahn Schneverdingen jetzt maximalen Erfolg: Das Team erlebte in der vergangenen Woche einen personellen Umbruch, kehrte aber vom dritten Spieltag der Bundesliga Nord mit der höchstmöglichen Punkteausbeute aus Brettorf zurück.
„Maja und Nele Rogosch stehen für die laufende Spielsaison nicht mehr im Bundesligakader. Uns ist es aber dennoch auch kurzfristig gelungen, die Mannschaft zu vervollständigen“, gab Christine Seitz, die langjährige Trainerin des TV Jahn Schneverdingen, noch vor dem Anpfiff in Brettorf bekannt. Sie reaktivierte ihre ehemalige Abwehrspielerin Lena Meyer, die sich eigentlich in einer studiumsbedingten Auszeit befindet: „Lena ist da, wenn wir sie brauchen. Wie viele Spieltage sie möglich machen kann, wird sich zeigen. Ansonsten haben wir aber auch noch andere Optionen.“ Große Gedanken muss sich die derzeit gesundheitlich angeschlagene Trainerin jedoch nicht machen, denn mit gleich zwei 3:0-Siegen in Brettorf ist der TV Jahn zurück an der Tabellenspitze – wenn auch zunächst nur vorübergehend.
Dabei traf die Mannschaft in der faustballverrückten Gemeinde Dötlingen auf schwierige Bedingungen: „Wir hatten schon beim Einspielen mit starken Windböen zu kämpfen und ahnten, dass es heute nicht einfach wird“, so Mannschaftskapitänin Laura Kauk. Doch die Jahnlerinnen nahmen die Herausforderung an und warteten geduldig auf ihre Chancen zu punkten.
Gegen den TV Brettorf gelang das in allen drei Spielabschnitten ziemlich gut, auch wenn die Gastgeberinnen selbst ordentlich dagegenhielten. Schlussendlich gewannen die Schneverdinger Faustballerinnen des TV Jahn dank ihrer Routine und ihrer gesamten spielerischen Klasse alle drei Sätze (11:6, 13:11, 11:8).
Auch im zweiten Spiel der Heideblütenstädterinnen waren sie das eindeutig dominierende Team: Mit 11:7, 11:3 und 11:5 machten die Heidschnucken mit den Schleswig-Holsteinerinnen kurzen Prozess und erfreuten sich insbesondere am sehenswerten Einsatz ihrer Aushilfe Meyer.
Für die Rot-Weißen geht es nun erst in einigen Wochen weiter. In der Zwischenzeit ist aber fast der gesamte Kader dennoch unterwegs: Helle Großmann, Aniko Müller, Laura Kauk und Alina Karahmetovic stehen im vorläufigen Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft und kämpfen beim Trainingslager in Adelmannsfelden um einen Platz im Kader für die Frauen-EM im Juli in der Schweiz.
Spannend wird auch sein, wie Ahlhorn in der Zwischenzeit seinen Spieltag in Kellinghusen am 31. Mai absolvieren wird. Je nach Ausgang entscheidet sich, ob die Teams punktgleich ins nächste Aufeinandertreffen gehen oder ob Ahlhorn weiterhin die Nase vorn hat.
Zum Einsatz kamen: Helle Großmann, Aniko Müller, Alina Karahmetovic, Luca von Loh, Lena Meyer und Laura Kauk