„Die den Wolf knipst“

Ungewöhnliche „Fotosession“ mit Isegrim vor den Toren Schneverdingens

„Die den Wolf knipst“

Freunde anspruchsvoller Filme werden sich gern an den im Jahr 1990 erschienenen Western „Der mit dem Wolf tanzt“ von und mit Kevin Costner erinnern, der seinerzeit mit sieben Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet worden ist. Vor den Toren Schneverdingens gab es am vergangenen Montag eine inoffizielle Fortsetzung mit dem Titel „Die den Wolf knipst“.

„Hauptdarstellerin“ war Nadine Kneisch aus Königsmoor. Sie staunte nicht schlecht, als sie gegen 16.40 Uhr mit ihren Auto in Richtung Heideblütenstadt unterwegs war. Zwischen Wesseloh und Insel lief auf etwa halber Strecke ein Tier über die Straße. „Ich war verblüfft, denn ein Reh oder ein Wildschwein konnte das nicht gewesen sein“, so Kneisch. Neugierig geworden drosselte sie das Tempo und hielt an der Stelle, an der das Tier die Straße überquert hatte, an. Und tatsächlich erspähte sie etwas, denn in zirka 50 Metern Entfernung stand ein Wolf im Wald.

Geistesgegenwärtig zückte Nadine Kneisch ihr Mobiltelefon und machte aus dem Wagen heraus schnell ein paar Fotos mit der Handykamera. „Ich habe gedacht, dass mir das sonst keiner glaubt“, schmunzelt die Königsmoorerin. Isegrim hatte gegen diese „Fotosession“ offensichtlich nichts einzuwenden, denn: „Der Wolf hat einmal kurz herübergeguckt und ist dann weitergetrottet“, beschreibt Kneisch diese ungewöhnliche Begegnung. Oscarverdächtig gut sind ihre Bilder zwar nicht geworden, aber als Beweis für Freunde und Bekannte reichen sie allemal.

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