„Ein begnadeter Künstler“

Galerie „Rotes Sofa“ zeigt Skulpturen von Peter Brauchle

„Ein begnadeter Künstler“

„Leben, Lieben, Leiden - all diese Dinge begegnen oder beeinflussen uns. Verschiedene Zustände, die wir mehr oder weniger an uns lassen oder verarbeiten. Emotionen, die wir nicht verbergen können. Urgefühle - der wahre Zustand - rein unverfälscht. Des Lebens wahre Botschaft. Dies sind Elemente, die mich inspirieren, die ich als Spannung benötige, um sie plastisch entstehen zu lassen“ - mit diesen Worten beschreibt Künstler Peter Brauchle das, was ihn antreibt, was seine Arbeiten ausmacht. Der ausgebildete Steinbildhauer, 1970 in Weil am Rhein geboren, fertigt außergewöhnliche Skulpturen aus Bronze, Aluminium, Stein und Beton. Außerdem arbeitet er mit Latex. Eine Auswahl seiner Plastiken ist derzeit in der Galerie „Rotes Sofa“ der Schneverdinger Künstlerin Lilo Schmidt-Wiedenroth in der Oststraße 6 zu sehen.

Schmidt-Wiedenroth macht keinen Hehl daraus, ein Fan der Arbeiten des Bildhauers zu sein: „Peter Brauchle ist ein begnadeter Künstler, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat. Seine Bronzen verzaubern und entführen den Betrachter in eine andere Empfindungswelt“, so die Künstlerin.

Brauchle hat sich auf die Fahnen geschrieben, „der Verwässerung entgegenzutreten“, um seinen Plastiken „Tiefe zu verleihen.“ Er beschreibt seine Herangehensweise wie folgt: „Ein Stück Liebe und Respekt der Schöpfung im Fluss der Hand. Wie auch immer diese Dinge sind - stolz, gebrochen, dynamisch, entspannt, zerstört, romantisch, sensibel oder einfach.“

Schmidt-Wiedenroth hat seine Arbeiten im Internet entdeckt und schnell Kontakt mit dem Künstler aufgenommen, um ihn für eine Ausstellung in ihrer Galerie zu gewinnen - mit Erfolg. Brauchle ist vom Fach, absolvierte er doch von 1987 bis 1990 in Mainz eine Ausbildung zum Steinbildhauer. Bereits seit 1997 ist er freischaffend tätig, lebt und arbeitet in Lustadt in Rheinland-Pfalz. Große Skulpturen und Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum gehören ebenso zu seinem Portfolio wie kleine, filgrane Objekte. Der Künstler hat bereits Preise und Wettbewerbe im Bereich Kunst am Bau und bei Symposien gewonnen. So ist der Skulpteur zum Beispiel Preisträger 2014 des Marmorsymposiums Laas (Italien) und Preisträger des Kunstforums Forst 2008 im Bereich Objektkunst. Wer sich einen Eindruck von der Arbeitsweise des Rheinland-Pfälzers verschaffen möchte, kann sich unter dem Link https://kultursommer.de/kunstsc.../bildhauer-peter-brauchle/ einen Film anschauen.

Da es sich bei vielen Skulpturen des Bildhauers um „auf den Punkt reduzierte, erotische Motive handelt“, so Schmidt-Wiedenroth, habe es sich angeboten, die Ausstellung mit ihren großformatigen Aktbildern zu ergänzen. „Sie passen wunderbar mit dazu“, so die Schneverdingerin.

Die Ausstellungseröffnung ging wegen der Corona-Pandemie im kleinen Kreis über die Bühne. Wer sich Bilder und Skulpturen anschauen möchte, kann dies nach vorheriger Anmeldung unter Ruf (05193) 1885 oder per E-Mail an lilos@galerie-rotes-sofa.de tun. Ab Ende des Monats möchte die Künstlerin auch wieder die Möglichkeit bieten, Kunst im Freien zu genießen, denn dann wird sie nach der Winterpause wieder ihren Skulpturengarten öffnen.

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