Zum ersten Mal wurde am 14. August das Erdfest der Eine-Welt-Kirche (EWK) in Schneverdingen zusammen mit der Danksagung der Markusgemeinde an die ehrenamtlich Engagierten gefeiert. Diese Veranstaltung ist ein neues Format und war sogleich für eine Überraschung gut. Zunächst wurden im Rahmen des Erdfests erstmalig Erdspenden aus dem Fürstentum Liechtenstein und der Republik Nordmazedonien in den Eine-Erde-Altar eingestellt, womit sich auch geographische Lücken in den regalartigen Flügeln des einzigartigen Triptychons schlossen.
Unter den engagierten Mitarbeitern der Gemeinde wurden dann Renate Berger und Ingrid Broocks mit dem Eine-Welt-Preis für ihren langjährigen Einsatz im Präsenz- und Besuchsdienst der Gemeinde geehrt. Zudem gab es kleine Geschenke für alle ehrenamtlich Tätigen.
Überraschend wurde in diesem Jahr jedoch auch ein Sonderpreis für Verdienste um die Eine-Welt-Kirche vergeben: an Harold Müller – in Gödenstorf bei Salzhausen ansässiger Maler und Grafiker. Müller, Jahrgang 1934, hatte 1999 die großformatigen Fensterbilder an der Eingangsseite der EWK und zugleich eine Strichzeichnung des Gotteshauses geschaffen, die der Gemeinde über ein Vierteljahrhundert lang als Logo diente. Die Fensterbilder stellen – anders als traditionelle kirchentypische Bleiverglasungen – auf hellem Textilmaterial modern gehaltene Szenen unter anderem aus Baugeschichte und Gemeindeleben der Eine-Welt-Kirche dar.
Müller revanchierte sich für die Ehrung mit einem besonderen Präsent und weiser Voraussicht. Denn der mittlerweile 91-jährige Künstler machte der Gemeinde die von ihm gezeichneten Original-Entwürfe der Fensterbilder und eine Anregung zum Geschenk: Sollten die Motive auf den bannerartigen Stoffbahnen hinter den Kirchenfenstern durch die Sonneneinstrahlung einmal ausbleichen und die Banner nachgefertigt werden müssen, so Müller, dann könne der Kirchenvorstand direkt auf die Original-Vorlagen zurückgreifen.