Festival-Geburtstag mit „Jupiter Jones“

„HöpenAir“ feiert 40-jähriges Bestehen: Sechs Bands auf der Bühne / Musikprogramm für Konzertabend am 11. Juni / Kartenvorverkauf gestartet

Festival-Geburtstag mit „Jupiter Jones“

„Still“ heißt der Song, mit dem die Band „Jupiter Jones“ 2011 einen echten Hit landete und im selben Jahr zudem den Musikpreis „Echo“ erhielt. 2014 verließ Frontmann Nicholas Müller die Formation, die danach zwar weitermachte, um die es aber zeitweise schon etwas stiller wurde. Richtig still war es im vergangenen Jahr auf der Bühne im Höpental, wo der „runde Geburtstag“ des Kult-Festivals „Höpen-Air“ wegen der Coronapandemie ausfallen musste. Doch jetzt wird es wieder laut - sowohl bei der Band aus der Eifel, als auch in der Heideblütenstadt: Im vergangenen Jahr kehrte Nicholas Müller als Sänger zu „Jupiter Jones“ zurück und steht nun wieder mit Sascha Eigner auf der Bühne - und zwar auf der Bühne im Herzen der Lüneburger Heide. Die deutschlandweit bekannte Gruppe ist der Headliner des Konzertabends am 11. Juni. Dann wird das 40-jährige „Höpen-Air“-Bestehen mit Musik von mehreren Künstlern gebührend gefeiert. Das Organisationsteam des Stadtjugendrings Schneverdingen hat für das Open-Air auf der Freilichtbühne nun alle Bands bekannt gegeben - und die sind weder still noch leise, sondern lassen es richtig krachen.

Nach dem Ausfall der großen Geburtstagsparty zum 40. Festival-Geburtstag steht die Festivalgemeinde und damit auch das „HöpenAir“ in Schneverdingen nach langer Zwangspause wieder in den Startlöchern. „Wir sind guter Dinge, dass das Festival dieses Jahr steigen wird“, blickt Michel Baden optimistisch nach vorn. Der Frust des vergangenen Jahres sei verflogen, so der Festivalleiter vom Stadtjugendring Schneverdingen: „Das Organisationsteam - alles Ehrenamtliche - hatte schon rund 3.000 Stunden in die Planung und Vorbereitung investiert, musste dann nach der Absage alles wieder rückabwickeln. Auch das hat viel Zeit gekostet und einfach ‚weh getan‘.“

Umso schöner, dass das Programm für 2022 ein Highlight erhielt, mit dem auch die Planer eigentlich nicht (mehr) gerechnet hatten. Die Wiedervereinigung der „Jupiter Jones“-Mitglieder, bei denen das Organisationsteam bereits zuvor schon einmal angefragt hatten, kam auch für die Schneverdinger unerwartet: Diese ‚reunion‘ der Band war auch für uns ein Glücksfall“, freut sich Baden. Und die gefragte Formation in die Heideblütenstadt zu bekommen, habe sich ebenfalls nicht so schwierig gestaltet, wie erwartet, so der Festivalleiter: „Die meisten Bands sind aktuell sehr entgegenkommend - natürlich auch wegen der vielen Absagen durch Corona.“ Apropos Pandemie - auf die besonderen Umstände bereitet sich der Stadtjugendring natürlich bestens vor: „Wir wollen selbstverständlich alle damit verbundenen Auflagen erfüllen“, betont Baden.

Den Startschuss haben die Planer bereits gegeben: Der Vorverkauf hat begonnen. Und wer sich Tickets sichert, erlebt beim Open-Air auf der Freilichtbühne sechs festivalerprobte und überregional bekannte Live-Acts, die der Veranstalter für den Konzertabend am 11. Juni verpflichten konnte.

„Mit ‚Jupiter Jones‘ konnte man einen echten Hochkaräter für das ‚HöpenAir‘ gewinnen. Die Band kommt in kompletter Bandbesetzung in die Lüneburger Heide und hat neben ihren Hits auch ein neues Album im Gepäck“, kündigt Baden an. Nicht minder stimmungsvoll werde es beim Konzert der „Monsters of Liedermaching“: „Was passiert wenn sich sechs bekannte Liedermacher zusammentun, um gemeinsam Musikfestivals zu rocken wird das Publikum beim ‚HöpenAir‘ erleben. Dieser Mischung inklusive Mitmachfaktor kann sich kaum jemand entziehen. Die ‚Monsters‘ entern die Bühne. Wie immer frech, ironisch oder verspielt skurril.“

Schweißtreibender Höhepunkt der Festival-Geburtstagsparty bildet der Auftritt der Band „Wisecräcker“, denn das, was da von der Bühne schwappt geht von den Ohren direkt in die Beine: Die sieben Musiker trumpfen dabei mit einer Mischung aus fetten Gitarrenriffs und furiosem Blechgebläse auf, frei nach dem Motto: Laut, schnell und mit ordentlich Feierei - vor und auf der Bühne.

Wer beim „HöpenAir“ nach dem Auftritt von „Wisecräcker“ noch nicht genug hat, bekommt ein Feuerwerk zum Abschluss: „Green 4a Day“ liefern beim Festival eine energiegeladene und ekstatische Punk-Rock-Show. „Das Publikum wird wie beim Original von der ersten Sekunde an mit in die enthusiastische Show einbezogen“, beschreibt der Festivalleiter die Formation. Zahlreiche Hits wie „Basket Case“, „Welcome to Paradise“, American Idiot“ oder „When I Come Around“ werden in klassischer Besetzung live performt. „Green 4a Day“ transportieren den Spaß von der Bühne herunter und hinterlassen nach jedem Gig ein begeistertes Publikum.

Auch „Reis Against The Spülmachine“ sind 2022 auf der Bühne dabei: „Das Musik-Comedy-Duo hat schon etliche regionale Songslams gewonnen. Bundesligareif wurde ihre Karriere nach Night-Wash-Auftritten und Touren mit dem Die-Ärzte-Biografen Stefan Üblacker (Das Buch Ä). Seit neuestem steht nun auch der Pokal für den Sieger des NDR-Comedy-Contest 2018 sauber poliert im Trophäenregal“, so Baden.

Und weiter: „Das Programm verspricht jedem Gast spektakuläre Bands, die alle für eine erstklassige und atemberaubende Bühnenshow bekannt sind.“ In den Umbaupausen unterhält der Singer/Songwriter „Grillmaster Flash“ die Besucher. „Außerdem führt Moderator Oliver Hofmann durch den Abend und versorgt das Publikum gewohnt locker und unterhaltsam mit allen nötigen Informationen rund um das Festival auf der Freilichtbühne im Höpental“, erläutert der Organisator.

Serviceangebote wie etwa der Zeltplatz oder der Busshuttle können auch für den neuen Veranstaltungstermin organisiert werden. „Außerdem ist das Planungsteam dabei, ein breites und vielfältiges gastronomisches Angebot auf dem Festivalgelände anzubieten“, so Baden weiter. Eintrittskarten für das „HöpenAir“ 2022 können ab sofort auf der Homepage www.hoepenair.de bestellt werden. Außerdem sind sie erhältlich bei der Post in Schneverdingen und der Schneverdingen-Touristik. „Tickets, die bereits erworben wurden behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht in neue Eintrittskarten umgetauscht werden“, erklärt der Festivalleiter.

Baden blickt außerdem noch einmal auf die Geschichte der Kult-Konzertreihe zurück: „Das Festival auf der idyllischen Freilichtbühne im Landschaftsschutzgebiet besteht in diesem Jahr bereits 40 Jahre. 1981 hatte der Stadtjugendring Schneverdingen etwas provisorisch das erste Open-Air am Segelflugplatz im Höpen ausgerichtet, seit 1985 hat das Festival nun sein Zuhause im Höpental auf der Freilichtbühne. Die Veranstaltung lebt seit dieser Zeit auch von ihrer einzigartigen Atmosphäre rund um die Festivalbühne in einem Heidetal mitten in der Natur und wird seit jeher komplett ehrenamtlich organisiert.“

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